Rapid: Kein Leiberl für Vennegoor?

"Einsatzchance klein"

Rapid: Kein Leiberl für Vennegoor?

Dem Holländer droht im Derby am Sonntag die Zuschauerrolle.

Egal ob Rapidler oder Austrianer – vor dem 294. Wiener Derby stellen sich alle die Frage: Spielt der Hütteldorfer Star-Zugang Jan Vennegoor of Hesselink oder spielt er nicht? Rapid-Trainer Peter Pacult: „Die Chance, dass Jan zum Einsatz kommt, ist sehr klein. Es war wenig Zeit für ihn, sich mit der Mannschaft einzuspielen.“

Die einzige Gelegenheit, das Testspiel in Mistelbach (2:1), verpasste Vennegoor. Grund: Er musste sich drei Tage um seine Übersiedlung nach Wien kümmern. Also winkt dem neuen Rapid-Stürmer die Bank – es sei denn, Pacult blufft ...

Rapidler bangen um Markus Heikkinen
Und wie sieht es im Lazarett aus? Rapid bangt um den Einsatz von Markus Heikkinen. Der Finne erlitt im Ländermatch gegen Holland (1:2) einen Pferdekuss, humpelte nach dem gestrigen Training zum Auto: „Ich hoffe, dass ich Sonntag spielen kann.“ Aber fix ist nix.

Wesentlich besser sah es am Freitag bei „Fußballgott“ Steffen Hofmann aus. Der Kapitän (Schambeinreizung) trainierte mit vollem Einsatz, erklärte hinterher: „Auch nach der fünftägigen Infusionskur sind die Schmerzen noch da. Aber das ist normal, es dauert wohl noch ein paar Tage, bis alle Beschwerden abgeklungen sind.“ Es wäre höchste Zeit, denn in den kommenden 22 Tagen muss Hofmann mit Rapid sieben Pflichtspiele bestreiten …

Konkurrenzkampf im Rapid-Kader ist heftig
Angst, dass das Derby von der Europa League überschattet werden könnte, haben die Rapidler nicht: „Derby ist Derby“, so Pacult. Und schwache Leistungen kann sich derzeit ohnehin niemand leisten – zu groß ist der interne Konkurrenzkampf. Das veranschaulicht der Coach am Beispiel von Rechtsverteidiger Andi Dober: „Wenn er im Spiel das umsetzt, was er im Training zeigt, ist alles in Ordnung. Aber er hat in Tanju Kayhan harte Konkurrenz.“

Autor: Rolf Heßbrügge