Rapid: Offener Brief an Maierhofer

Bullen-Star wollte Entschuldigung

Rapid: Offener Brief an Maierhofer

Maierhofer wollte Entschuldigung von Rapid. Der Club antwortet mit einem offenen Brief.

Im Interview mit ÖSTERREICH hatte Stefan Maierhofer (29) gefordert: „ Rapid muss sich bei meiner Mutter für die üblen Beschimpfungen entschuldigen. Ich erwarte, dass Rudolf Edlinger das persönlich macht oder in einem Brief.“

„Sohn einer Hure“, sangen die Rapid-Fans. Maierhofer: „Das ist primitiv. Ganz tief. Unterste Schublade. Medien rufen daheim bei meiner Mutter an und fragen, was sie dazu meint. Das geht alles viel zu weit. Zum Glück war sie nicht im Stadion. Mein Vater allerdings schon …“

Rapid-Boss: „Kein Grund für eine Entschuldigung“
ÖSTERREICH wollte von Rapid-Präsident Edlinger wissen: „Werden Sie sich bei der Mutter von Stefan Maierhofer entschuldigen?“

Edlingers Reaktion: „Ich sehe überhaupt keinen Grund dafür. Zuerst muss sich Herr Maierhofer bei uns für seine Spielweise entschuldigen. Wir distanzieren uns natürlich von den Hass-Gesängen. Doch ich fühle mich nicht für Maierhofers Provokationen verantwortlich. Da hört sich jeder Spaß auf. Es gibt immer Ursache und Wirkung.“

Rapids offener Brief im Wortlaut

© SK Rapid Wien

Angriffe auf Homepage und Drohungen per SMS
Maierhofer verrät: Er habe bereits vor dem Match Droh-SMS aus Hütteldorf bekommen. Rapid verlangt nun eine Klarstellung. Auch auf seiner Homepage wird der Bullen-Held wüst angegriffen.

Salzburgs Stürmerstar (bisher elf Saisontore) schlägt zurück: „Ich bin kein Verräter, wie mir der Rapid-Anhang vorwirft. Zu meiner Rapid-Vergangenheit stehe ich. Man muss meine Seite verstehen. Ich habe im Frühjahr nur zweimal getroffen. Mit dem 1:0 ist eine Riesenlast von meinen Schultern gefallen.“

Den Ellbogencheck gegen Harald Pichler sieht Maierhofer selbst kritisch: „Das hat nicht schön ausgeschaut. Harry und ich haben das bereinigt.“

Bullen-Trainer Ricardo Moniz: „Stefan ist einer, der an die Grenzen geht, dem Gegner weh tut. Rivalität ist okay – Hass nicht.“

Maierhofer weiß: „Mit dem Goldtor habe ich die beste Antwort gegeben!“