So tickt unser Millionen-Kicker

David Alaba

So tickt unser Millionen-Kicker

Er verdient pro Jahr 5 Mio. Euro. Freundin lebt in Wien. Er betet jeden Tag.

Am 25. Mai wird David Alaba aller Voraussicht als erster Österreicher im Champions- League-Finale stehen. Was den Wunderkicker so stark macht.

Im Vorjahr vermasselte David Alaba (20) noch eine unglückliche gelbe Karte den Traum vom Champions-League-Finale. Dieses Jahr klappt es: Am 25. Mai wird (sofern keine Verletzung dazwischen kommt) Österreichs bester Kicker fix im Champions-League-Finale als Stammspieler von Bayern München im Wembley Stadion von London auflaufen. Ein Triumph über BVB Dortmund würde die kometenhafte Karriere komplettieren.

Vom Migrantenkind zum Star
Sein Leben liest sich ohnehin wie ein Märchen: Obwohl erst süße 20 hat sich David bereits als Stammspieler im Millionenklub Bayern München etabliert. Er kassiert 1,5 Millionen Euro. Nach seinem Blitztor gegen Juventus Turin bot ihm Bayern einen neuen Vertrag bis 2015 an. Dotiert mit fünf Millionen Euro (!) pro Jahr.

Nicht immer hatte das Leben der Familie Alaba so viel Glamour: Vater George kommt 1984 mit 24 Jahren von Nigeria nach Österreich. Er spricht kein Wort Deutsch. Absolviert Deutschkurse, inskribiert an der Uni. Als Rapper landet er mit Two in One einen Hit. "Nur Mambo No. 5 von Lou Bega nahm uns den Platz 1 in den Charts weg", so der Vater. Mama Gina stammt von den Philippinen. Auf einer Party lernen sich die beiden kennen. "Liebe auf den ersten Blick", so George Alaba. 1992 kommt David zur Welt, zwei Jahre später Schwester Rose. Geheiratet wird 1995.

Sein Weg nach Bayern

Das Talent von David wird bei SV Aspern von Trainer Emanuel Dahner früh erkannt: "Schon in der Volksschule haben mir alle gesagt, das wird ein guter Kicker", schwärmt der Papa. Doch das Probetraining in der Fußballakademie von Hollabrunn hätte David fast versäumt. Der schrottreife Ford Escort von Papa George streikte. Mit 16 bekommt er einen Profivertrag von Austria Wien angeboten.

Papa George lehnt ab. Er schickt seinen Sohn David zur Fußball-Akademie von Bayern München: "Ich wollte, dass David ins Ausland geht." Mit 17 feiert er sein Debüt im Nationalteam. Und nun ist er Bayern-Held.

Monogramm im Ledersitz
Die Autoprobleme der Familie Alaba sind längst passé. David schenkte seinem Vater mittlerweile einen Audi Q5 und einen Mini. Der Bayern-Star selbst pilotiert einen schwarzen Audi R8. Ausgestattet mit violett-weißen Ledersitzen. Eingestickt ist das Monogramm "DA 27" steht für "David Alaba. Rückennummer 27".

David kauft Immobilien
Seine Millionengage investiert David in Immobilien. Im Nobelort Grünwald bei München besitzt er ein Reihenhaus mit ca. 110 Quadratmetern. Im 2. und 1. Stock lebt David. Das Erdgeschoss ist für Freunde oder seine Eltern reserviert. In Wien hat sich David eine 155 und eine 238 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung im 22. Wiener Bezirk zugelegt. Kostenpunkt: 1,5 Mio. Euro.

Ob eine der Wohnungen davon ein Liebesnest für ihn und seine Wiener Freundin Katja ist? Die beiden sind seit mehr als einem Jahr verliebt. Für Katja jettet David sooft wie möglich nach Wien.

Alaba über Familie, Fußball & Gott: "Bin für alles sehr dankbar"

DAVID ALABA ÜBER DAS MATCH: "Das war die beste Erfahrung meiner Karriere. Wenn man als 20-Jähriger in ein Champions-League-Finale einzieht, ist das ein Wahnsinn. Da geht ein Traum in Erfüllung."

ÜBER SEINE MILLIONEN- GAGE: Natürlich ist mir klar, dass ich nicht wie die meisten 20-Jährigen lebe und dass der Erfolg sehr schnell gekommen ist. Aber hätte ich mit 16 nur aufs Geld geschaut, dann wäre ich jetzt nicht bei Bayern München (Anmerkung: Alaba hatte mit 16 Jahren ein Angebot von der Austria). Es war immer ein Traum von mir, mit Stars wie Schweinsteiger am Platz zu stehen. Ich glaube, dass ich sehr viel dafür opfern musste und hart für den Erfolg gearbeitet habe.

ÜBER SEINE ELTERN: "Ich verdanke meinen Eltern alles. Ohne sie hätte ich das alles nicht erreicht. Wir hatten nicht viel, meine Eltern waren auch streng, aber trotzdem durfte ich eine wunderschöne Kindheit erleben. Sie sind heute noch meine wichtigsten Berater -beide zu jeweils 100 Prozent. Da gibt es keine Wertung."

ÜBER GESCHENKE FÜR DIE ELTERN: "Es ist für mich selbstverständlich, dass ich meine Familie am Erfolg teilhaben lasse. Aber es ist egal, wie viel ich meinen Eltern schenke -ich kann ihnen niemals so viel zurückgegeben, wie sie für mich getan haben."

ÜBER SEINEN FREUND RIBERY: "Ich war 17 Jahre, als ich das erste Mal mit den Profis trainieren durfte. Wenn du das erste Mal die Bayern-Kabine betrittst und da sitzen Stars wie Schweinsteiger und Podolski, dann bist du wahnsinnig nervös, traust dich nur leise "Hallo" zu sagen und schaust mit großen Augen. Der Ribéry hat mich zu sich gerufen und gesagt: "Komm her da und setz dich neben mich." Das hat mir enorm geholfen. Er ist ein sehr guter Freund geworden, der mir am Platz und außerhalb Tipps gibt."

ÜBER SEINEN GLAUBEN: "Ich bin von meinen Großeltern mit in die Kirche genommen worden. Das hat mich geprägt. Ich bete jeden Tag und vor jedem Match."

Die Familie gibt David Rückhalt
David Alabas Karriere liest sich wie ein Märchen: Vater George kommt 1984 mit 24 Jahren von Nigeria nach Österreich. Er spricht kein Wort Deutsch, absolviert Deutschkurse. Mama Gina stammt von den Philippinen. Vor allem der Glaube macht die Familie Alaba stark. Auch David sagt: "Ich bete jeden Tag und vor jedem Match." Bei jedem erzielten Tor blickt David als Dank zum Himmel.

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