Bundesliga

Sturm gewinnt in Grödig 1:0

Admira holt gegen Wacker 3:3-Remis

SV Grödig - SK Sturm Graz Endstand 0:1 (0:0)
Untersbergarena, 2.026 Zuschauer, SR Grobelnik.
Tor: 0:1 (74.) Schloffer

Mit einem 1:0 (0:0) in Grödig hat Sturm Graz in der 11. Runde seinen Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Dank des ersten Saisontreffers von Joker David Schloffer in der 74. Minute durften die Grazer am Samstag den vierten Sieg in den jüngsten fünf Ligaspielen bejubeln und zogen als Sechste zumindest bis zum Sonntag punktemäßig mit Rapid und der Wiener Austria (je 15) gleich.

Der erst im Finish gefährliche Aufsteiger, der die zweite Niederlage en suite kassierte und aus den jüngsten fünf Partien nur vier Punkte holte, blieb diesmal offensiv vieles schuldig - in den vergangenen vier Heimspielen hatten die Salzburger ja stets zumindest drei Treffer erzielt. Schon am Sonntag könnte man Platz drei an die Wiener Großclubs abgeben müssen.

Die Elf von Adi Hütter - ohne den verletzten Abwehrmann Ione Cabrera und den gesperrten Mario Leitgeb - versuchte das Spiel zu machen und hatte mehr Ballbesitz, ließ vor dem Sechzehner aber Gefährlichkeit und Kreativität vermissen. Immerhin erwies sich Grödig in der Defensive klar sicherer als in den vorangegangenen vier Partien, in denen man 15 Gegentore kassiert hatte.

Dem Siegtreffer näher war aber stets Sturm. Die Blackys versuchten immer wieder schnell umzuschalten und fanden auch mehrere Konterchancen vor. Erst vergab Florian Kainz, der in der 24. Minute nach Wolfs Zuspiel allein aus zwölf Metern am Tor vorbeischoss bzw. aus der zweiten Reihe an Goalie Fend scheiterte (37.). Dann musste Taboga kurz vor der Linie nach einem Wolf-Kopfball für seinen bereits geschlagenen Schlussmann klären (42.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Bild. Vorerst wurde das vermeintliche 1:0 für Sturm durch Beichler nach einem Konter wegen Abseits' noch abgepfiffen (64.), gut zehn Minuten später war es dann aber soweit: Nach einem Abwehrschnitzer Karners kam der Ball über Klem und Beichler, der das Spielgerät eigentlich nicht ordentlich traf, zu Schloffer, der per "Gurkerl" die durchaus verdiente Führung erzielte (74.).

Der Treffer ließ die Hausherren noch einmal mit nunmehr drei Stürmern zum Angriff blasen, Sturm-Goalie Pliquett machte allerdings eine Topchance von Zulechner per Kopf mit einer Glanzparade zunichte (81.), parierte einen Sigurdsson-Schuss sicher (84.) und hielt gegen Taboga (90.) endgültig den Sieg fest.

Grödig: Fend - Potzmann, Karner, Taboga, Zündel - Tschernegg, Nutz (76. Sigurdsson) - Huspek (46. Boller), Tomi (61. Elsneg), Salamon -
Zulechner
Sturm: Pliquett - Hölzl, Madl, Vujadinovic, Klem - Wolf (72.Schloffer), Offenbacher, T. Kainz (83. Weber), F. Kainz (64. Kröpfl)
- Beric, Beichler

Gelbe Karten: Boller, Tschernegg bzw. Beric, Beichler, Hölzl, Vujadinovic
Die Besten: keine bzw. Wolf, Vujadinovic, Pliquett


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FC Wacker Innsbruck - FC Admira Wacker Mödling Endstand 3:3 (1:2)
Tivoli Stadion Tirol, 5.212, SR Lechner.
Torfolge: 0:1 (10.) Schwab, 1:1 (17.) R. Wallner, 1:2 (31.) Domoraud, 2:2 (46.) Hinterseer, 2:3 (61.) Schwab (Elfmeter), 3:3 (91.) Hinterseer

Der FC Wacker Innsbruck hat in letzter Minute die Übernahme der "Roten Laterne" in der Fußball-Bundesliga abgewendet. Die Tiroler holten dank eines Last-Minute-Tors von Lukas Hinterseer (91.) am Samstag vor 5.212 Zuschauern im Tivoli Stadion Tirol im "Kellerduell" gegen Admira Wacker Mödling ein 3:3 (1:2) und hielten damit den Zwei-Punkte-Vorsprung auf das Schlusslicht aus Niederösterreich.

Die Admiraner waren nach einem Doppelpack von Stefan Schwab (10., 61./Elfmeter) und einem Tor von Wilfried Domoraud (31.) nahe dran am zweiten Sieg in Folge nach dem 1:0 gegen Meister Austria. Hinterseer machte den Gästen aber noch einen Strich durch die Rechnung, er hatte auch schon zuvor zum 2:2 getroffen (46.). Den dritten Tirol-Treffer steuerte Roman Wallner (17.) bei.

Die Gäste schafften es somit dreimal einen Rückstand wettzumachen, beachtlich ist das vor allem, da sie in Minute 60 wieder einmal eine Rote Karte kassierten. Der Ausschluss von Sebastian Siller wegen Torraubs war bereits der fünfte in der laufenden Saison. Es war bereits das siebente Saisonremis der Tiroler, die nun schon seit neun Spielen auf einen vollen Erfolg warten.

Die Zuschauer erlebten eine offene Partie, in der man beiden Mannschaften die große Bedeutung der Partie anmerkte. Sowohl für die Innsbrucker als auch die Südstädter zählten nur drei Punkte, dementsprechend traten sie auch offensivausgerichtet auf. Die Hausherren fanden durch Christopher Wernitznig, der nicht richtig zum Abschluss kam (3.), die erste Chance vor.

Den besseren Beginn hatten aber eindeutig die Gäste. Eine Schick-Flanke landete überraschend an der Latte (5.). Fünf Minuten später sorgte Schwab via Freistoß aus seitlicher Position für die Admira-Führung, der Ball wurde von Simon Piesinger und Hinterseer noch leicht abgefälscht. Die Tiroler wurden ausgerechnet nach dem 0:1 stärker, es fehlte ihnen allerdings vorerst das nötige Glück.

Hinterseer stocherte den Ball drüber (13.), zudem hatte er Pech, dass ein Foul von Richard Windbichler an ihm im Strafraum ungeahndet blieb (14.). Aus ungewöhnlicher Position schafften die Tiroler aber schnell den Ausgleich. Wallner nahm sich bei einem Freistoß aus 30 Metern ein Herz, seinen Flachschuss konnte Andreas Leitner nur ins eigene Tor abwehren (17.). Ein Kuen-Schlenzer ging knapp am langen Eck vorbei (20.).

Nach einer halben Stunde übernahmen aber wieder die Niederösterreicher das Kommando. Thomas Bergmann verlor den Zweikampf gegen Domoraud, und der Ex-Mattersburger traf etwas glücklich zur neuerlichen Gästeführung (31.). Die Knaller-Elf hätte bis zur Pause nachlegen können, Szabolcs Safar parierte allerdings einen Katzer-Kopfball (37.) und einen Schwab-Schuss (44.). Die Tiroler reklamierten bei einem Zweikampf von Markus Katzer gegen Andreas Kuen vergebens Elfmeter (45.).

Der Wiederbeginn hätte für die Gastgeber vielversprechender nicht sein können. Die Admiraner verloren schon nach wenigen Sekunden leichtfertig den Ball, Bergmann bediente Hinterseer, der durch die Beine von Leitner sein sechstes Saisontor erzielte (46.). Die Tiroler waren damit wieder voll zurück im Spiel, einmal mehr schwächten sie sich in der Folge aber selbst. Siller wurde nach einem Torraub-Foul am kurz zuvor eingewechselten Ruben Rivera ausgeschlossen (60.), den verhängten Elfmeter verwandelte Schwab souverän mit einem flachen Schuss in die Tormitte (61.).

Die Admiraner verlegten sich aufs Kontern und waren da immer wieder brandgefährlich. Die Tiroler, bei denen nach der Pause Miroslav Milosevic sein Comeback und Daniel Brauneis sein Debüt gab, kamen aber dem Ausgleich auch sehr nahe. Bei einem Hinterseer-Abschluss rettete Katzer vor der Linie, den Nachversuch setzte Brauneis via Fallrückzieher neben das Tor (78.). Zudem verfehlte Wernitznig nur hauchdünn eine scharfe Hinterseer-Flanke (81.). Als alle schon mit einem Admira-Sieg rechneten, gelang den Hausherren aber doch noch der Ausgleich. Hinterseer krönte eine starke Leistung mit einem Kopfballtreffer und Saisontor Nummer sieben (91.).

Innsbruck: Safar - Bergmann, Abraham, Siller, Hauser - Piesinger - Kuen (70. Brauneis), Jevtic (58. Milosevic), Hinterseer, Wernitznig (84. Vucur) - R. Wallner
Admira: Leitner - T. Weber, Schösswendter, Windbichler, Katzer - Ebner - Schick (79. R. Schicker), Rusek, Schwab, Domoraud - Ouedraogo (58. Rivera)

Rote Karte: Siller (60./Torraub)
Gelbe Karten: Abraham bzw. Rusek, Domoraud
Die Besten: Hinterseer, Piesinger bzw. Schwab, Katzer, Schick

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