Gerard Piqué kommt nicht zur Ruhe. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger und heutige Clubbesitzer wurde in Spanien nach einem heftigen Ausraster gegenüber Offiziellen für mehrere Wochen aus dem Verkehr gezogen.
Der frühere Weltmeister Gerard Piqué (39) sorgt in Spanien erneut für Schlagzeilen abseits des Rasens. Das Disziplinarkomitee des spanischen Verbandes (RFEF) verhängte gegen den Besitzer des FC Andorra eine Sperre von sechs Spielen sowie eine zweimonatige Funktionssperre. Grund für die harte Sanktion ist "leichte Gewalt gegen die Schiedsrichter", wie der Verband am Mittwoch mitteilte.
Drohungen im Spielertunnel
Ausgelöst wurde der Eklat beim Zweitliga-Duell am vergangenen Freitag, das der FC Andorra daheim gegen Albacete mit 0:1 verlor. Laut Spielbericht attackierte der Ex-Mann von Popstar Shakira das Schiedsrichterteam sowohl in der Halbzeitpause als auch nach dem Schlusspfiff verbal massiv. Besonders brisant: Piqué soll den Unparteiischen geraten haben, das Stadion "lieber mit Eskorte" zu verlassen, damit ihnen nichts passiert.
Weltmeister unter Druck
Der Weltmeister von 2010 ließ sich zu weiteren provokanten Aussagen hinreißen. "In einem anderen Land würde man euch fertigmachen, aber hier in Andorra sind wir ein zivilisiertes Land", soll der 39-Jährige den Offiziellen laut Protokoll entgegengeschleudert haben. Für den FC Andorra, der im Pyrenäen-Fürstentum beheimatet ist, kommt die Unruhe zur Unzeit. Piqué, der nach seiner aktiven Karriere beim FC Barcelona voll auf seine Rolle als Geschäftsmann setzt, darf seinen Club nun vorerst nicht offiziell repräsentieren.