Kurz vor der Fußball-WM rudern die USA bei den Einreiseregeln zurück. Fans mit gültigem Matchticket müssen keine Kaution mehr hinterlegen. Betroffen gewesen wären vor allem Besucher aus Afrika und dem Nahen Osten.
Die USA verzichten für Zuschauer der Fußball-Weltmeisterschaft auf die ursprünglich geplante Kaution bei der Einreise. Wer ein gültiges WM-Ticket besitzt, muss keine Zahlung leisten, bestätigte eine Mitarbeiterin des US-Außenministeriums.
Normalerweise müssen Bürger aus rund 50 Ländern Kautionen von bis zu 15.000 Dollar hinterlegen, um in die USA einreisen zu dürfen.
Vor allem Afrika betroffen
Die Regelung hätte vor allem Fans aus Afrika und dem Nahen Osten getroffen. Davon betroffen gewesen wären unter anderem Anhänger der qualifizierten Teams aus Tunesien, Kap Verde, Elfenbeinküste, Senegal und Algerien.
Die Kaution sollte laut US-Regierung verhindern, dass Reisende ihre Visa überziehen oder zusätzliche Kosten verursachen.
Kehrtwende vor Turnierstart
Nur wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft bedeutet die Entscheidung eine überraschende Wende in der US-Einreisepolitik. Noch Ende März hatte das Außenministerium erklärt, Ausnahmen seien nur für Spieler, Trainerstäbe und enge Familienangehörige vorgesehen.
Trump verschärfte Regeln
Seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wurden die Einreisebestimmungen deutlich verschärft. Neben Kautionsregelungen gilt für Bürger bestimmter Länder inzwischen sogar ein komplettes Einreiseverbot in die USA.