WM-Pokal-Cannavaro-van-der-Bellen.jpg

WM 2026

WM-Pokal endlich in Österreich - und Arnie stellt Forderung

Die begehrteste Trophäe des Weltfußballs hat am Mittwoch in Wien Station gemacht. Im Rahmen der FIFA World Cup Trophy Tour by Coca-Cola wurde der WM-Pokal im ÖFB-Campus in Aspern von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und 2006-Weltmeisterkapitän Fabio Cannavaro enthüllt.

Es sind die einzigen anwesenden Personen, die den 37 Zentimeter hohen, sechs Kilo schweren und aus 18-karätigem Gold gefertigten Pokal überhaupt berühren dürfen. Dieses Privileg ist nämlich ausschließlich Weltmeistern und Staatsoberhäuptern vorbehalten - sieht man einmal vom kuriosen Auftritt von Promi-Koch "Salt Bae" bei der WM 2022 ab.

Dementsprechend beeindruckt zeigte sich Van der Bellen. "Das ist ja die reinste Reliquie", meinte der Bundespräsident. Ob der Pokal im Juli wieder in Österreich zu sehen sein wird - das wäre im Falle eines WM-Finalsiegs des ÖFB-Teams der Fall - wagte Van der Bellen nicht zu prophezeien. "Die Mannschaft hat in der Quali so gut gespielt - ihr macht es schon gut Burschen. Zusätzlichen Druck vom Bundespräsidenten brauchen sie jetzt wirklich nicht", sagte Van der Bellen.

Die ÖFB-Internationalen Marko Arnautovic und Michael Gregoritsch meldeten sich über Videoeinspielungen zu Wort. Letzterer erklärte: "Wir werden alles dafür tun, dass dieser Pokal im Sommer nach Wien kommt. Vielleicht ist das ja ein kleiner Ansporn für einen Feiertag."

Arnautovic fordert weiterhin neuen Feiertag

Auch Arnautovic entfachte die Feiertags-Diskussion von Neuem, er richtete dem Bundespräsidenten aus: "Jetzt ist der WM-Pokal schon im Jänner da - wie schaut's aus, können wir reden? Ich komme gern in die Hofburg zu Ihnen." Van der Bellen antwortete: "Sie sind jederzeit willkommen in der Hofburg, dann reden wir über das Prozedere, wie das gehen könnte. Das kann ich ja nicht allein entscheiden."

Der Pokal kam am Mittwoch mit einem eigenen Charter, in dem auch eine ÖFB-Delegation mit Aufsichtsratschef Josef Pröll saß, von Istanbul nach Österreich. "Der Pokal ist ein Symbol für das, was wir vorhaben", meinte der Verbandsboss. Am Donnerstag geht es für die Trophäe weiter nach Indien, in Europa ist die Trophäe nur noch in Portugal, Spanien und Frankreich zu sehen. Gestartet wurde die Tour am vergangenen Samstag in Saudi-Arabien.

WM-Pokal endlich in Österreich - und Arnie stellt Forderung
© APA/ROLAND SCHLAGER

Als Begleiter fungiert Fabio Cannavaro, italienischer Weltmeister von 2006, der im selben Jahr auch zum Weltfußballer gekürt wurde und als Teamchef von Usbekistan bei der WM dabei sein wird. Der 52-Jährige durfte das Objekt der Begierde 2006 in Deutschland in Empfang nehmen. "Es ist etwas Besonderes, diese Trophäe zu bekommen. Sie ist anders als alle anderen Pokale", erklärte der ehemalige Innenverteidiger, der als Spieler unter anderem mit Real Madrid zweimal Meister wurde.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten