Die Gerüchte um den bei Red Bull entmachteten Ex-F1-Teamchef werden immer kurioser.
Wie oe24 berichtete, stand Christian Horner (52) vor einem Comeback in der Motorsport-Königsklasse. Der Brite wollte sich mit einem Investorenkonsortium als Mehrheitseigentümer beim französischen Formel-1-Rennstall einkaufen. Otro Capital (deren 24 % Alpine-Anteile Horner übernehmen könnte) soll den Deal bereits abgesegnet haben.
- Neue Ära: Red Bull ändert sein Logo
- 763-Mio.-Deal: Horner fixiert Formel-1-Comeback
- Paukenschlag: Horner kauft sich Formel-1-Team
Soweit so rund. Doch vor der finalen Vertragsunterzeichnung dürfte sich die Sache spießen. F1-Zampano Flavio Briatore, der im Vorjahr kurzfristig als Teamchef bei Alpine einsprang, schwant offenbar Böses: Horner will dem Vernehmen nach nicht nur als Alpine-Teamchef sondern auch im Management Gas geben.
Horner-Intimfeind Wolff will weniger Mercedes-Kundenteams
Das könnte zu Unstimmigkeiten mit dem neuen Alpine-Motorenpartner Mercedes kommen. Dort ist Horner-Intimfeind Toto Wolff (53) am Ruder. Und Wolff wiederum hat bereits angekündigt, in Zukunft weniger Kundenteams beliefern zu wollen. Was also, wenn Mercedes - wie von vielen Insidern erwartet - mit dem stärksten Motor in die neue Ära startet? Dann wird Alpine vermutlich alles daran setzen, weiterhin von Mercedes angetrieben zu werden.
Eine weitere Zukunfts-Option für Horner könnte Aston Martin sein. Doch auch dort dürfte es Widerstände geben. Designer-Guru Adrian Newey, der die britische Kult-Marke an die Spitze führen könnte, soll wenig begeistert über eine neuerliche Zusammenarbeit mit Horner sein.
Welche Rolle spielt Ex-Weltmeister Max Verstappen?
Gemeinsam hatten die beiden die Vettel- und Verstappen-Weltmeister-Ära bei Red Bull geprägt, ehe in den letzten Monaten unter Horner bei den Bullen alles den Bach runterging. Außerdem hofft Newey offenbar, Verstappen mittelfristig zu Aston Martin zu lotsen - und das wäre unter Horner undenkbar.