Immer wieder sorgen Gerüchte, dass Christian Horner in die Formel 1 zurückkehren wird für Wirbel. Nun hat sich sein langjähriger Rivale Toto Wolff mit einem klaren Statement zu den Plänen des Briten geäußert.
Seit dem überraschenden Aus als Teamchef bei Red Bull wurde Christian Horner mit mehreren Teams in Verbindung gebracht. Von Ferrari, über Aston Martin bis hin zu Alpine waren schon mehrere Kandidaten dabei, die möglicherweise einen Verantwortungswechsel planen könnten.
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Bekannt ist, dass sich der mittlerweile 52-jährige Brite bei seinem Comeback in der Motorsport-Königsklasse nicht mit einem Posten als Teamchef zufrieden geben wird. Er möchte unbedingt Anteile an einem Team erwerben. Hier dürfte sein Vorbild auch sein langjähriger Mercedes-Rivale Toto Wolff sein. Der Österreicher besaß schon lange Zeit bevor Horner überhaupt auf diese Idee kam Anteile an Aston Martin.
Medienberichten zufolge soll Wolff auch an den Anteilen von Alpine interessiert sein, die zum Verkauf stehen. Brisant ist allerdings, dass auch Horner überlegt, diese zu kaufen, sofern ihm das französische Team rund um Zampano Flavio Briatore auch am Kommandostand an die Macht lässt.
Wolff warnt Horner
Gegenüber Press Association meinte Wolff dazu, dass die beidseitige Rivalität beim Anteilskauf nicht mitspielt. Angesprochen darauf, was eine Rückkehr in die Formel 1 von Horner bedeuten würde, schickt der Mercedes-Boss aber eine klare Warnung an seinen Rivalen.
"Er hat ziemlich viel Unruhe gestiftet und diese Dinge haben Auswirkungen auf unseren Mikrokosmos. Wenn man Dinge sagt - aber das ist es, was er sein ganzes Leben lang getan hat, und das ist es, was er am besten kann", so Wolff, der meint, dass Horner auch mit "Konsequenzen" rechnen müsse, da er "ziemlich viel Unheil angerichtet" hat.
"Das Schlechte ist weg"
Selbst steht Wolff den Plänen skeptisch gegenüber: "Dem Sport fehlen Persönlichkeiten. Und seine Persönlichkeit war eindeutig sehr umstritten und das ist gut für den Sport." Im Zuge dessen erzählt Wolff von einem Gespräch mit Ferrari-Teamchef Fred Vasseur. Zu dem Franzosen sagte Wolff, dass es "das Gute, das Schlechte und das Hässliche braucht. Und jetzt sind nur noch das Gute und das Hässliche übrig. Das Schlechte ist weg."
Dennoch glaubt Wolff, dass er mit Horner bei einem Abendessen lachen könnte, sobald genug Zeit vergangen ist. Derzeit ist das allerdings noch kein Thema, weil die Beziehung zwischen den beiden Erfolgs-Teamchefs noch zu zerrüttet sei. Dennoch weiß auch der Mercedes-Boss, dass er und der Brite etwas geschafft haben, das nicht viele Teamchefs in ihrer Karriere erreicht haben.