Klien hofft auf neue Chance in Abu Dhabi

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Klien hofft auf neue Chance in Abu Dhabi

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Noch ist offen, wer beim WM-Finale den Hispania-Boliden pilotiert.

Viel Schlimmer geht es nicht. Der Österreicher Christian Klien hat sich seinen zweiten Saisoneinsatz für Hispania sicher anders vorgestellt. Ein Problem mit dem Benzindruck hatte ihn schon vor dem Start des Formel-1-Grand-Prix von Brasilien alle Chancen gekostet. Dennoch hofft der 27-jährige Vorarlberger auch beim Saisonfinale in Abu Dhabi auf einen Einsatz - und mehr noch auf ein Cockpit für 2011.

"Will regelmäßig Rennen fahren"
"Mein ganz klares Ziel ist es, wieder regelmäßig Rennen in der Formel 1 zu fahren", erklärte Klien. Seine Chancen bei Hispania könnte sogar der verpatzte Brasilien-GP erhöht haben, waren seine Rundenzeiten doch auch nach dem Malheur vor dem Start - der Österreicher ging dadurch mit mehr als drei Runden Rückstand und größerer Benzinmenge an Bord ins Rennen - besser als jene seines Teamkollegen Bruno Senna gewesen.

Wer fährt in Abu Dhabi?
"Ich bin dann nur noch zu Testzwecken gefahren, aber die Zeiten waren gut. Das stimmt mich positiv", betonte Klien. Der Hohenemser reiste am Montag weiter in die Emirate. Ob er dort auch im Cockpit sitzen wird, wusste er noch nicht. "Ich hoffe, dass ich wieder fahre. Aber das habe ich noch nicht einmal gefragt", sagte Klien. Bei Hispania war zuletzt immer sehr kurzfristig zwischen vier bisher im Einsatz gewesenen Piloten entschieden worden.

Hoffen auf 2011
Kommende Saison soll mehr Kontinuität herrschen im spanischen Neueinsteigerteam, sollen mit den wirtschaftlichen Kontakten des neuen Mitbesitzers Juan Villalonga auch die existenziellen Geldsorgen ausgeräumt sein. "Auf jeden Fall wird das Team auch 2011 ein attraktiver Arbeitgeber sein", meinte Klien. Die Alternativen für den derzeit einzigen österreichischen Fahrer im näheren Umfeld der Formel 1 sind allerdings auch dünn gesät.

HRT holt auf
Klien denkt daher schon an den HRT-Boliden der kommenden Saison, der mit Williams-Getriebe und weiterhin mit Cosworth-Motor ausgestattet sein wird. Gegenüber den anderen Hinterbänklern Virgin und Lotus hatte man in Brasilien klar Boden gutgemacht. "Wir haben das Auto an diesem Wochenende um einiges weiterentwickeln können", gewann Klien dem frustrierenden Rennen sogar etwas Positives ab. Abu Dhabi wäre die nächste Chance.

Neuer Konkurrent
Klien könnte allerdings einen weiteren Konkurrenten für ein Renncockpit für die kommende Saison erhalten haben. Der venezolanische GP2-Meister Pastor Maldonado wird nach Saisonende bei den Testfahrten in Abu Dhabi drei von vier Tagen im Auto von Hispania sitzen. Das gab der spanische Rennstall am Montag bekannt. Maldonado testet allerdings auch für Williams. In der laufenden Saison hat der 25-Jährige sechs GP2-Rennen gewonnen und steht bereits vor dem Finale in Abu Dhabi als Champion fest.

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