Für Daniel Sanders ist die Rallye Dakar wohl gelaufen. Als Gesamtführender in die zehnte Etappe gegangen, kam der australische KTM-Pilot am Mittwoch nach 138 Kilometern zu Sturz und brach sich dabei das Schlüsselbein.
Sanders quälte sich zwar noch ins Ziel in Bischa, rutschte aber in der Gesamtwertung 17:37 Min. hinter den neuen Führenden Ricky Brabec aus den USA (Honda) auf Platz vier zurück. KTM bleibt dank Luciano Benavides (ARG), dem auf Brabec 56 Sek. fehlen, im Rennen.
Sanders will die Rallye in Saudi-Arabien, die am Samstag zu Ende geht, aber noch nicht aufgeben. "Ich möchte weitermachen, ich wäre heute nicht ins Ziel gefahren, wenn ich nicht weitermachen wollte", betonte der Titelverteidiger. "Mama und Papa haben mich nicht zu einem erzogen, der aufgibt, also steige ich jetzt nicht aus. Solange mir niemand sagt, ich solle aussteigen, oder mich aus dem Rennen zerrt, höre ich nicht auf." Den Tagessieg holte sich Adrien Van Beveren 3:49 Minuten vor Brabec.
Mateschitz auf Platz 60
Bei den Autos kehrte Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah aus Katar mit Tagesplatz zwei hinter Matthieu Serradori (FRA) auf Platz eins der Gesamtwertung zurück. Er liegt nun zwölf Minuten vor dem Südafrikaner Henk Lategan im Toyota bzw. 12:50 vor dem von der Spitze gestoßenen Spanier Nani Roma (Ford). Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz, der mit dem Pseudonym Mark Mustermann die Wüste aufmischt, beendete den Mittwoch als 64. und ist Gesamt-60.