Dirk Nowitzki

NBA

Nowitzki-Drama bei Finalpleite

Die "Big Three" führten die Heat zum Auftaktsieg in der Finalserie.

Die Miami Heat haben am Dienstagabend das erste Spiel der NBA-Finalserie 2011 für sich entschieden. Der Champion von 2006 hat sich vor eigenem Publikum gegen die Dallas Mavericks 92:84 durchgesetzt. Die Sieger sind einmal mehr von den "Big Three" angeführt worden - LeBron James (24 Punkte), Dwyane Wade (22) und Chris Bosh (19). Erfolgreichster Scorer von Dallas ist der nicht immer vom Wurfglück begünstigte Dirk Nowitzki (27) gewesen, der sich zudem einen Sehnenriss im linken Mittelfinger zugezogen hat. "Ich muss den Finger jetzt die nächsten sechs bis acht Wochen gerade halten, aber es ist zum Glück nur meine linke Hand. Ich hoffe nicht, dass es mich allzu sehr belastet im nächsten Spiel", sagte Nowitzki.

Viel Nervosität
Partie eins der Neuauflage der Endspielserie von 2006 (4:2 für Miami) vor 20.003 Zuschauern in der American Airlines Arena im Süden Floridas war in der Anfangsphase von viel Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Bemerkbar machte sich das insbesondere durch überaus schwache Wurfquoten. Der Zwischenstand von 11:5 nach sechseinhalb Minuten war demnach wenig verwunderlich. Erst gegen Ende des Viertels nahm die Partie ein wenig Fahrt auf.

Abschnitt zwei brachte deutlich bessere Trefferquoten auf beiden Seiten und somit eine unverändert "enge" Partie. Die "Big Three" der Heat durften offensiv vor allem auf die Unterstützung von Guard Mario Chalmers setzen, der in dieser Phase zehn Punkte erzielte. Bei den "Mavs" zeigte Dirk Nowitzki erst in den Minuten vor der Pause seine Scorer-Qualitäten. Zur Halbzeit führte sein Team 44:43.

Wade und James in Topform
Im dritten Viertel mussten es auf Seiten Miamis einmal mehr vor allem Wade und James so gut wie "alleine richten". Das 60:59 aus der Distanz durch den "King of South Beach" knapp vor Ende des Abschnitts war die erste Führung der Heat nach der Pause. Und James setzte auch noch einen "buzzer beater" zum 65:61 drauf.

Miami "verwaltete" die Führung im Schlussabschnitt und hatte in Wade den Spieler, der die Partie letztlich auf Eis legte. Sein "downtown"-Treffer zum 82:73 etwas mehr als drei Minuten vor Schluss ließ die Arena ebenso toben wie kurz darauf ein "Stopfer" von James, bei dem der Small Forward auch noch gefoult wurde (85:75).

Überlegenheit am Brett
Beim Auftaktsieg in der NBA-Finalserie 2011 waren die Heat ihrem Gegner am Rebound (46:36) deutlich überlegen. Dazu erwies sich ihre vermeintlich "schwächere Bank" effektiver als jene der "Mavs". Für die "Reservisten" Miamis standen am Ende des Abends 27 Zähler zu Buche, für jene von Dallas 17.

Miami bleibt im Play-off 2011 vor eigenem Publikum weiter ungeschlagen (9:0). Die Heat genießen auch im zweiten Finalspiel am Donnerstagabend (Freitag, 3.00 Uhr MESZ) Heimvorteil.