Luke Littler ist bei der Darts-WM weiter auf Erfolgskurs. Der 18-Jährige steht nach einem klaren Halbfinalsieg erneut im Finale und sorgt trotz Pfiffen für Schlagzeilen.
Luke Littler hat sich mit einem deutlichen 6:1-Erfolg gegen Ryan Searle für das Finale der Darts-Weltmeisterschaft qualifiziert. Am Samstag will der 18-Jährige nun seinen Titel verteidigen. Schon bei seiner Vorstellung gab es erneut Pfiffe aus dem Publikum, ausgelöst durch eine frühere Aussage Littlers, die ihm viele Fans noch immer übelnehmen.
Pfiffe vor dem Match
Die Reaktionen von den Rängen ließen nicht lange auf sich warten. Seine Aussage „Ihr bezahlt für die Tickets und Ihr bezahlt mein Preisgeld, also danke für mein Geld“ sorgt weiterhin für Unmut. Beim Walk-on schlugen ihm deshalb erneut Buhrufe entgegen. Mit dem Einsetzen der Walk-on-Musik kippte die Stimmung jedoch, die Fans feierten den amtierenden Weltmeister.
Nach der Partie zeigte sich Littler gelassen: „Das ist verrückt. Ein paar Buh-Rufe, ein paar Jubelrufe, aber es war ein gutes Publikum.“
Fehlstart und Wendepunkt
Sportlich begann das Halbfinale überraschend. Ryan Searle entschied den ersten Satz für sich, nachdem Littler im Entscheidungsleg das Doppel verpasste. Der Engländer nutzte die Gelegenheit und schlug zu. Danach drehte Littler jedoch auf und gewann sechs Sätze in Folge. Auch, weil Searle mehrere Chancen ungenutzt ließ. Besonders ein vergebener Satzdart im dritten Satz erwies sich als Wendepunkt.
Littlers Weg ins Finale
Für Littler ist es bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits das dritte Finale. Lediglich 2024 musste er sich im Endspiel Luke Humphries knapp geschlagen geben. Auf dem Weg an die Scheibe holte sich Littler wie vor jedem Match einen Kuss von seiner Freundin Faith Millar, einer Kosmetikerin aus Wigan.
Nach dem Halbfinale zeigte sich der 18-Jährige respektvoll gegenüber seinem Gegner: „Ich habe mir gesagt: ‚Du schaffst das noch‘, und dann stand es 1:1, 2:1, 3:1 und so weiter. Ein großes Lob an Ryan. Er hat in diesem Turnier Großartiges geleistet. Er kann stolz auf sich sein.“