Rosenkrieg im Hause Wawrinka

Tennis-Ass im Out

Rosenkrieg im Hause Wawrinka

Nach Scheidung fliegen zwischen Wawrinkas die Fetzen.

Der Schweizer Tennis-Profi Stan Wawrinka (30) und seine Ehefrau Ilham (40) haben sich getrennt. "Wir haben zehn schöne Jahre gehabt, mit Höhen und Tiefen, wie bei allen Paaren. Aber manchmal ist das Leben schwieriger als man sich erhofft", teilt Wawrinka in einem Communique mit.

Stan und Ilham Wawrinka haben eine gemeinsame Tochter, die 2010 geboren wurde. "Ilham wird immer die Mutter meiner Tochter sein und eine Frau, für die ich weiterhin viel Zuneigung empfinde. Wir sind und bleiben eine Familie." Die beiden hatten sich bereits einmal getrennt. Das war Ende 2010, rund zehn Monate nach der Geburt von Tochter Alexia. Ein Jahr später waren Stan und Ilham wieder zusammen gekommen.

Schwere Vorwürfe der Ehefrau
Was auf den ersten Moment für eine Trennung recht versöhnlich klingt, erfährt im Schweizer Boulevard jetzt aber einen bösen Rosenkrieg. Wawrinka, bzw. sein Umfeld, dürften die Trennung für die sportliche Talfahrt des Tennis-Stars verantwortlich machen. Das lässt sich die nunmehrige Ex-Frau nicht gefallen und ließ über ihren Anwalt eine Gegendarstellung herausgeben.

Hier einige Auszüge:

"Nein, Stan verliert seine Spiele derzeit nicht wegen unserer Trennung. Denn diese erfolgte schon vor fünf Monaten nach der Rückkehr vom Davis-Cup-Triumph. Nach seiner Ansicht waren wir nicht mehr auf der gleichen Ebene.

Seine Entscheidung, sich zum zweiten Mal zu trennen, hat ihn nicht davon abgehalten, das Turnier in Chennai zu gewinnen und auch danach sehr gute Resultate zu erzielen."

Und weiter:

"Seine Instabilität und der Wunsch, seine Freiheit zurückzugewinnen – auf allen Ebenen – sind Grund für die Trennung.

Ich gebe zu, dass die wiederholten Lügen und der Treuebruch das ganze Vertrauen, das ich in ihn hatte, zerstört haben.

Ich war absolut gegen die Publikation dieser Mitteilung, die mich dazu zwingt, die Wahrheit zu sagen und die jetzt veröffentlicht wird, wo die Resultate weniger gut sind. Als wäre die Trennung der Grund."

Am Ende kommt's dann so richtig:

"Mediale Taktik oder nicht von seiner Seite, ich wünschte nicht, mein Privatleben in den Medien darzulegen. Nicht noch einmal. Und ich wünsche mir, unsere Tochter aus der Angelegenheit rauszuhalten. Wäre es nicht bezeichnender gewesen, auf ein solch mediales Statement zu verzichten und einfach zu sagen, dass er keine Opfer für ein Familienleben seiner Tochter bringen will?

Was für mich am wenigsten zu tolerieren ist, ist, dass die Trennung als Rechtfertigung für die sportlichen Resultate missbraucht und ein Bild von einem leidenden Mann transportiert wird. Einem Mann, der sich unsensibel gegenüber seinem Kind und den Auswirkungen der Trennung zeigt."

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