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Tour de France

Vierter Etappensieg für Cavendish

Im Gesamtklassement bleibt der Italiener Rinaldo Nocentini in Front.

Mark Cavendish bleibt bei der 96. Tour de France der Alptraum der Sprint-Rivalen. Mit seinem vierten Etappensieg düpierte der Brite am Mittwoch einmal mehr die Konkurrenz. Hinter Cavendish, der sich das Grüne Trikot vom diesmal fünftplatzierten Norweger Thor Hushovd zurückholte, erreichten nach dem elften und 192 km langen Abschnitt der US-Radprofi Tyler Farrar und der Weißrusse Jewgeni Hutarowitsch das Ziel in Saint-Fargeau.

Unter den Top Drei der Gesamtwertung blieb nach der zweitlängsten Etappe alles beim Alten. Der Italiener Rinaldo Nocentini führt das Klassement weiterhin knapp an. Dahinter lauern die Topfavoriten Alberto Contador (ESP/+ 6 Sek.) und Lance Armstrong (USA/8) aus dem Astana-Team, die spätestens am Sonntag in den Alpen die Verhältnisse zurechtrücken werden.

Auch am Mittwoch hatten die Topfahrer wenig zu tun, es bot sich schnell das gewohnte Bild. Nach 27 Kilometern versuchten Johan van Summeren und Marcin Sapa ihr Glück und das Peloton ließ das belgisch-polnische Duo gewähren. Bei teilweise starkem Rückenwind fuhren die Ausreißer einen Maximal-Vorsprung von knapp vier Minuten heraus. Aber die Sprinterteams kalkulierten wieder auf den Punkt: 5.000 Meter vor dem Ziel waren die Flüchtlinge gestellt und der Kampf um die beste Sprintposition konnte beginnen. Und wieder hatte Cavendish in Mark Renshaw den perfekten Wegbereiter und degradierte Hushovd und Co. zu Statisten.

Österreicher im Hintertreffen
Die Österreicher Bernhard Eisel (Columbia) und Peter Wrolich (Milram) hatten im Finale erneut für die Topsprinter ihrer Teams gearbeitet und rollten schließlich am Ende des Feldes ins Ziel.

Schon vor der neuen Cavendish-Show gab es im Gesamtklassement etwas Bewegung. Die beiden Deutschen Andreas Klöden und Tony Martin, weiter bester Nachwuchsfahrer, fielen wieder auf die Ränge sechs und sieben zurück. Nach Studium des Zielfilms von der zehnten Etappe entschied die Rennjury vor dem Start am Mittwoch, dass Levi Leipheimer (4.) und Bradley Wiggins (5.) am Vortag doch nicht 15 Sekunden eingebüßt hatten. Wegen eines Sturzes hatte sich in Issoudun das Hauptfeld auf den letzten drei Kilometern geteilt. Die sich daraus ergebenden Zeitabstände wurden nun doch nicht gewertet.

11. Etappe: Vatan - Saint-Fargeau/192 km:
1. Mark Cavendish (GBR) Columbia 4:17:55 Stunden
2. Tyler Farrar (USA) Garmin-Slipstream
3. Jewgeni Hutarowitsch (BLR) FDJeux
4. Oscar Freire (ESP) Rabobank
5. Thor Hushovd (NOR) Cervelo
6. Leonardo Duque (COL) Cofidis
7. Gerald Ciolek (GER) Milram
8. Lloyd Mondory (FRA) AG2R
9. William Bonnet (FRA) Bouygues Telecom
10. Nikolai Trussow (RUS) Katjuscha, alle gleiche Zeit
Weiter:
159. Peter Wrolich (AUT) Milram + 0:38 Min.
167. Bernhard Eisel (AUT) Columbia 1:06

Gesamtwertung:
1. Rinaldo Nocentini (ITA) AG2R 43:28:59 Stunden
2. Alberto Contador (ESP) Astana + 0:06 Min.
3. Lance Armstrong (USA) Astana 0:08
4. Levi Leipheimer (USA) Astana 0:39
5. Bradley Wiggins (GBR) Garmin-Slipstream 0:46
6. Andreas Klöden (GER) Astana 0:54
7. Tony Martin (GER) Columbia 1:00
8. Christian Vandevelde (USA) Garmin-Slipstream 1:24
9. Andy Schleck (LUX) Saxo Bank 1:49
10. Vicenzo Nibali (ITA) Liquigas 1:54
Weiter:
142. Wrolich 1:16:45
156. Eisel 1:23:31 Stunden