ÖSV-Adlerin muss sich beim Heim-Springen in Villach nur ganz knapp Weltcup-Dominatorin Nika Prevc geschlagen geben.
Skispringerin Lisa Eder hat beim Heim-Event in Villach am Montag ihr bestes Weltcup-Ergebnis in diesem Winter erreicht. Die Salzburgerin wurde in der Alpen Arena von der Normalschanze Zweite und verpasste ihren ersten Weltcupsieg nur um 2,7 Punkte. Es gewann die Slowenin Nika Prevc, Dritte wurde die Deutsche Selina Freitag. Julia Mühlbacher kam auf Rang zwölf. Am Dienstag geht an gleicher Stelle ein weiterer Wettkampf in Szene (14.20 Uhr/live ORF 1).
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Eder landete im ersten Durchgang bei 92,0 m und lag damit hinter Prevc und der Norwegerin Anna Odine Ström. Im Finale sprang die 24-Jährige mit 96,5 m Bestweite und überholte noch Ström. Sie egalisierte damit ihr bestes Ergebnis im Weltcup. "Das freut mich richtig. Ich habe die Kante getroffen. Dann habe ich im ersten Moment nicht ganz gewusst, wie ich mit der Situation umgehe in der Luft. Aber es war echt lässig und cool. So macht Skispringen Spaß", erklärte Eder im ORF TV.
Prevc übernahm Weltcupführung
Mühlbacher verpasste mit Sätzen über 89 und 90 m die Top 10 um 1,6 Punkte. Die beiden ÖSV-Athletinnen hatten in der Qualifikation mit den Plätzen zwei und drei aufgezeigt und damit die Hoffnungen auf einen rot-weiß-roten Podestplatz befeuert. Eder war in diesem Winter bisher dreimal als Dritte auf dem Podium gestanden. Prevc sprang mit 94,5 und 94 m erneut ganz nach vorne und übernahm damit die Weltcup-Führung von der Japanerin Nozomi Maruyama, die am Montag nur Achte wurde.
Die steirische Kombi-Spezialistin Lisa Hirner, die in der Quali als 33. ins Top-40-Starterfeld gesprungen war, kam im Wettkampf nicht über 79,0 m hinaus und verpasste als 38. das Finale der besten 30. "Der Sprung war mit zu viel Krampf, da schleichen sich dann Fehler ein", sagte Hirner, für die es auch um ein Olympia-Ticket geht. Meghann Wadsak, Hannah Wiegele, Chiara Kreuzer, Sophie Kothbauer und Sara Pokorny hatten den Sprung ins Weltcup-Starterfeld verpasst, Luise Tritscher wurde in der Quali wegen zu langer Ski disqualifiziert.