Manuel Fettner rettet als Fünfter die ÖSV-Ehre bei der letzten Weltcup-Station vor dem Saison-Highlight Olympia. Der Sieg in Willingen geht an Dominator Domen Prevc.
Skisprung-Dominator Domen Prevc hat sich beim Großschanzen-Bewerb in Willingen auch nicht von den kniffligen Windbedingungen aus der Ruhe bringen lassen und seinen zehnten Saisonsieg im Weltcup eingefahren. Der Slowene gewann am Samstag auf der Mühlenkopfschanze mit großem Vorsprung vor dem Japaner Ren Nikaido. Bester ÖSV-Adler war Routinier Manuel Fettner auf Rang fünf. Der Frauenbewerb ging an die Norwegerin Eirin Maria Kvandal, Julia Mühlbacher kam auf Platz 13.
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In Abwesenheit der Olympiastarter Jan Hörl und Stephan Embacher präsentierte sich der 40-jährige Fettner von der ÖSV-Equipe am stärksten. Nach Sprüngen über je 137 m fehlten dem Tiroler 14,4 Punkte auf Rang drei, den sich der Deutsche Karl Geiger holte. Fettner, der seine Karriere nach dieser Saison beenden wird, verlor im Finale noch einen Platz. Daniel Tschofenig (135,5/133,5 m) kam als zweitbester Österreicher auf Rang zehn. "Irgendwas hat unten nicht ganz zusammengepasst. Da gehen mir zehn Meter ab, leider. Aber prinzipiell die Sprünge sind gut", meinte der Kärntner im ORF.
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Einmal mehr nicht zu bezwingen war Prevc, der mit 146,5 sowie 155 m die Konkurrenz dominierte und knapp den Schanzenrekord (155,5 m) verpasste. 22 Punkte hatte er am Ende Vorsprung auf Nikaido. "Den zweiten Sprung habe ich sehr genossen, vor allem die Höhe. Nur bei der Landung habe ich aufpassen müssen, nachdem Olympia ansteht", sagte Prevc. Stefan Kraft (134,5/137,5 m) landete auf Rang 14 unmittelbar vor Teamkollege Clemens Aigner (128,5/139,5 m). Knapp nicht in den zweiten Durchgang schaffte es Lukas Haagen (117,0 m) bei seinem Weltcup-Debüt als 32., auch Maximilian Ortner (33./111,5 m) und Jonas Schuster (35./116,5 m) schauten im Finale nur zu.
Kvandal dominiert bei Frauen
Bei den Frauen segelte Kvandal auf 138,5 und 143,5 m und verwies Seriensiegerin Nika Prevc um 11,3 Zähler auf Rang zwei. Für die 24-jährige Norwegerin war es der erste Saisonsieg. Dritte wurde die Japanerin Nozomi Maruyama. Mühlbacher verpatzte ihren zweiten Sprung und verlor dadurch acht Positionen. "Ich habe gleich nach dem Tisch das Gefühl gehabt, dass sich die Ski-Enden überkreuzt haben. Der zweite Sprung war leider nichts", sagte die Oberösterreicherin nach dem 113-m-Sprung. "Ich sehe es gelassen, der Weg stimmt. Der erste (125 m/Anm.) war immerhin cool."
Die nicht ganz fitte Lisa Eder wurde 17. und haderte mit ihrem System. "Es fliegt einfach gar nicht, es kommt vom Tisch nicht viel an, es ist schwierig." Am Sonntag stehen noch je ein weiterer Einzelbewerb für die Frauen (13.15 Uhr) und Männer (16.00/live ORF 1) auf dem Programm. Es sind die letzten Skisprung-Wettkämpfe vor Olympia. Die erste Medaillenentscheidung bei den Winterspielen in Predazzo steigt für die Frauen am 7. Februar sowie für die Männer am 9. Februar - jeweils auf der Normalschanze.