Disput mit ÖSV

Streit um Verlobten: Darum hört Lisa Eder mit nur 24 Jahren auf

Lisa Eder hat am Freitag im Alter von 24 Jahren unerwartet ihre Skisprung-Karriere beendet.  

Der Salzburgerin gelangen in der abgelaufenen Saison ihre ersten zwei Weltcupsiege, hinzu kamen neun weitere Podestplätze und Rang vier in der Gesamtwertung. Bei den Olympischen Spielen war sie, wie auch schon bei den vergangenen Weltmeisterschaften, ohne Einzelmedaille geblieben.

"Jeder Traum endet irgendwann. Danke an alle, die mich auf meiner Reise begleitet, unterstützt und verfolgt haben", postete Eder auf Instagram. Eder ist seit einigen Jahren mit Manuel Fettner liiert, dessen Laufbahn ebenfalls kürzlich endete. Fettner soll bei der Entscheidung von Eder nun offenbar eine Rolle gespielt haben.

Wie Eder gegenüber dem ORF angab, hatte sie noch "eine Idee, wie ich es mir vorstellen kann, dass es weitergeht. Das funktioniert nicht. So ist der Schlussstrich gekommen". Die betreffende Idee war laut Florian Liegl, dem Sportlichen Leiter des ÖSV für Nordische Kombination und Skispringen, dass Fettner ins Team integriert wird. "Dem konnten wir aus inhaltlichen, compliance-technischen und budgetären Gründen nicht Folge leisten. Das können wir auch nicht umsetzen", sagte Liegl im ORF-Interview.

Eder Fettner
© GEPA

ÖSV bedauert Entscheidung seiner aktuellen Nummer 1

Der Skiverband nahm die Entscheidung von Eder davor in einer Aussendung "respektvoll zur Kenntnis" und bedankte sich bei seiner im vergangenen Winter mit Abstand besten Athletin für ihren jahrelangen Einsatz. "Lisa hat das Damen-Skispringen in der Vergangenheit nachhaltig mitgeprägt, speziell auch in der abgelaufenen Saison mit ihren ersten Karrieresiegen", wurde Liegl zitiert. Er wünsche Eder auf ihrem weiteren Weg alles denkbar Gute.

Eders Rücktritt ist für das ÖSV-Frauenteam von Cheftrainer Thomas Diethart der nächste schwere Rückschlag. Mit Eva Pinkelnig ist eine frühere ÖSV-Spitzenathletin seit einem halben Jahr mit einem Kreuzbandriss rekonvaleszent. Vor der eben erst beendeten Saison hatten die langjährigen Leistungsträgerinnen Jacqueline Seifriedsberger und Sara Marita Kramer ihre Karrieren beendet. Nach Eders Abgang ist abgesehen von Pinkelnig die Oberösterreicherin Julia Mühlbacher die einzig verbliebene rot-weiß-rote Anwärterin auf vordere Plätze.

zan/med/tos/gw

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