29. Juli 2009 11:39
Die "Inglourious
Basterds" haben am Dienstagabend Berlin erobert. Mit langem und
begeistertem Beifall feierten knapp 2.000 Gäste die Deutschland-Premiere von Quentin
Tarantinos Weltkriegs-Farce. Der US-Regisseur ("Pulp Fiction")
hatte fast seine komplette internationale Schauspieler-Crew mit auf den
roten Teppich vor dem Theater am Potsdamer Platz gebracht. Hunderte Fans
bejubelten Hollywood-Star Brad Pitt und seine deutschsprachigen
Mitspieler Christoph Waltz, Til
Schweiger, Daniel
Brühl, Diane Kruger, Martin Wuttke, Sylvester
Groth, Gedeon
Burkhard, Christian Berkel und August Diehl.
"Mir gefällt es hier"
Vor der Vorstellung hatten
sich die Schauspieler viel Zeit genommen, um Autogramme zu geben. Ein
glänzend aufgelegter Tarantino plauderte immer wieder für einige Augenblicke
mit einzelnen Bewunderern. Pitt freute sich, nach den sechsmonatigen "Basterds"-Dreharbeiten
in den Babelsberger Filmstudios wieder in Deutschland zu sein. "Mir
gefällt es hier. In Berlin habe ich viele Freunde - eine schöne Stadt, gutes
Essen. Die Premiere ist eine gute Ausrede, hier zu sein." Seine Frau
Angelina Jolie und die Kinder hatte der im eleganten grauen Anzug
erschienene US-Star diesmal allerdings zu Hause gelassen.
Pitt spielt in dem 155 Minuten langen, actionreichen und subtil
schwarzhumorigen Werk den Anführer einer amerikanisch-jüdischen
Soldatengruppe, die Jagd auf Nazis macht und deren Skalps sammelt. Brühl
verliebt sich in dem Film als NS-Kriegsheld im besetzten Frankreich in eine
jüdische Kinobesitzerin. Waltz verkörpert einen gemeinfährlichen und doch
irgendwie charmanten SS-Mann. Für diese Rolle wurde der Österreicher im Mai
bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet. Am
Ende des Films treffen alle Protagonisten in einem kleinen Pariser Kino
aufeinander, wo ein Anschlag Hitler und seine gesamte Führungsriege töten
soll.
Promi-Gedränge
Unter den Premierengästen war viel
Filmprominenz. Gesichtet wurden die Schauspieler Heike Makatsch, Otto Sander
und Andrea Sawatzki, Produzent Bernd Eichinger, Michi Beck von den
Fantastischen Vier und Regisseur
Tom Tykwer, der die Tarantino-Dialoge für die deutsche Kinofassung
übersetzt hat. "Ich würde gerne wieder einmal in Babelsberg drehen",
sagte Tarantino, nach dem auf dem traditionsreichen Filmgelände seit
Montagabend auch eine Straße benannt ist.
"Inglourious Basterds" startet am 21. August in den
österreichischen Kinos.