Teure Wohnkosten
Budget-Sorgen: Neunerhaus befürchtet mehr Obdachlose
Immer mehr Menschen geraten durch immer höhere Mieten und unsichere Wohnverhältnisse unter Druck. Besonders befristete Mietverträge bergen laut Neunerhaus ein hohes Risiko, plötzlich ohne Wohnung dazustehen. Die Hilfsorganisation rechnet deshalb damit, dass die Zahl der wohnungs- und obdachlosen Menschen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig sorgen Einsparungen im Sozialbereich für zusätzliche Unsicherheit.
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Auch im Neunerhaus selbst wächst der finanzielle Druck. Öffentliche Förderungen würden nicht im selben Ausmaß steigen wie die Personalkosten, während die Probleme der Hilfesuchenden immer komplexer werden. "Meine Grundhaltung ist: Halb geholfen ist schlecht geholfen. Wir können in unseren Qualitäten nicht zurückgehen, wenn wir wollen, dass wir nachhaltig und wirksam helfen", so Neunerhaus-Chefin Elisabeth Hammer gegenüber dem ORF. Positiv hingegen bewertet die Organisation die neue Wohnungsvergabe in Wien sowie die Verlängerung des Wohnschirms, der Menschen vor Wohnungsverlust schützen soll.
Ebenfalls große Sorgen bereitet derzeit die zunehmende Hitze. Wer über wenig Geld verfügt, kann sich oft nicht ausreichend vor hohen Temperaturen schützen. Besonders für obdachlose Menschen werden Hitzewellen zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. Chronische Wunden, Entzündungen und andere Erkrankungen könnten sich verschlimmern. Das Neunerhaus fordert deshalb mehr frei zugängliche kühle Orte ohne Konsumzwang sowie stärkere Maßnahmen gegen steigende Wohnkosten und Armut. Zudem brauche es eine umfassende Strategie gegen Wohnungslosigkeit, die besonders gefährdete Gruppen berücksichtigt.
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