Heftige Kritik
Foto mit J.K. Rowling sorgt für heftigen Shitstorm gegen Königin Camilla
Königin Camilla hat im Palast von Holyroodhouse in Edinburgh die "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling empfangen. Bei dem Treffen zum Auftakt der schottischen Royal Week ging es laut Angaben des Königshauses um die Bedeutung des Lesens für Kinder. Das offizielle Instagram-Konto der Royal Family veröffentlichte ein Foto der beiden Frauen nebeneinander. Die britische Königin zeigte sich in einem tiefblauen Kleid, während die Autorin einen weißen Blazer trug. Laut Palast teilen beide eine gemeinsame Leidenschaft für Bücher und ein tiefes Engagement für das Lesen von Kindern, um künftigen Generationen Türen zu öffnen.
Kritik im Pride Month
Das veröffentlichte Bild löste im Netz umgehend heftige Kritik aus. J.K. Rowling gilt seit Jahren als eine der lautesten Stimmen in der Debatte um Geschlechtsidentität, wobei ihr von Kritikerinnen und Kritikern Transfeindlichkeit vorgeworfen wird – ein Vorwurf, den die Autorin jedoch zurückweist. Dass das Foto ausgerechnet im Juni, dem Pride Month, publiziert wurde, stieß bei vielen Menschen auf Unverständnis. In den Kommentaren wurde die 78-jährige Königin unter anderem als "erbärmlich" bezeichnet, während Rowling als "Königin der Transphoben" betitelt wurde. Ein Nutzer betonte enttäuscht, dass man vielen anderen Persönlichkeiten eine Plattform hätte bieten können.
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Bruch mit Harry-Potter-Stars
Es gab jedoch auch Stimmen, die Rowling verteidigten und auf ihr Recht auf eine eigene Meinung verwiesen. Die Autorin hatte im Oktober 2023 auf den Satz "Trans-Frauen sind Frauen" öffentlich mit einem knappen "Nein" reagiert und erklärt, für ihre Überzeugungen notfalls ins Gefängnis zu gehen. Diese Haltung führte zu einem klaren Bruch mit früheren Weggefährten wie den Schauspielern Daniel Radcliffe und Emma Watson, die sich öffentlich von ihr distanzierten.
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Camillas Einsatz für Bücher
Königin Camilla ist Schirmherrin mehrerer literarischer Organisationen und gründete einst die Wohltätigkeitsorganisation "The Queen's Reading Room". Bereits 2023 ermutigte sie Schreibende, sich nicht von jenen bremsen zu lassen, die die Freiheit des Ausdrucks einschränken wollen. Dies geschah im Zusammenhang mit den überarbeiteten Neuauflagen der Werke des Kinderbuchautors Roald Dahl, der in der Vergangenheit auch durch antisemitische Aussagen auffiel.
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