Peter Linden
LINDEN LIVE: Als Toni und Diego in der Claire Bar feierten
Bisher gab es zwei Duelle zwischen Österreich und Argentinien. Beide im Wiener Happel-Stadion. In beiden war Argentinien regierender Weltmeister, so wie auch jetzt. 1980 waren die "Gauchos" der Partycrasher beim Abschiedsspiel für den langjährigen Teamkapitän Robert Sara, der aus Frust über das unglückliche Scheitern in der Qualifikation für die EM im Team aufhörte.
Bei Argentinien fehlte der große WM-Held Mario Kempes, in der Startelf von Teamchef César Luis Menotti standen sechs aus der ersten Elf des Finales 1978. Darunter Tormann Fillol, Kapitän Passarella, Torjäger Luque. Teamchef Karl Stotz wollte mit Offensive voll dagegenhalten: Statt des verletzten Pezzey war Mittelfeldspieler Hattenberger Innenverteidiger, Linksverteidiger war Mittelfeldspieler Hintermaier, mit Welzl, Krankl und Schachner begannen drei Stürmer.
Pecl war Maradonas unerbittlicher Gegner
Als Sara nach 14 Minuten wie abgesprochen ausgetauscht wurde, gab es Standing Ovations, obwohl Argentinien bereits 2:0 führte. Eine Minute später fiel das 0:3 durch den damals 20-jährigen Jungstar Diego Maradona, der bei der WM nicht dabei war. In Wien traf er noch zweimal. Argentinien gewann locker 5:1. Zehn Jahre später gelang das beim letzten Spiel vor der WM 1990 nicht. Österreich erreichte nach der schnellen Führung durch Kapitän Zsak ein 1:1, weil Pecl ein gnadenloser Gegenspieler von Maradona war, der nur den Ausgleich von Burruchaga, dem Schützen des Siegestors im WM-Finale 1986, vorbereitete.
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Schlagzeilen lieferte auch das Nachspiel, als Toni Polster Maradona die Vorzüge des Wiener Nachtlebens zeigte. Zunächst in der In-Disco Queen Anne, dann in der Claire-Bar in der Naglergasse, die zum Reich des "Roten Heinzi", des damaligen Unterweltkönigs Heinz Bachheimer gehörte. Der italienische Sänger Fausto Mola schmetterte für Napoli-Superstar Maradona neapolitanische Lieder.
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