Geheimnis

Mario Adorf: Wirbel um sein Grab

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© REUTERS/Hannibal Hanschke
Monate nach dem Tod der Filmlegende  stehen trauernde Fans an der Côte d’Azur vor einem leeren Friedhof – nun bricht sein Manager das Schweigen darüber, wo sich die Urne des Schauspielers wirklich befindet.
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Großes Rätselraten um die letzte Ruhestätte eines ganz Großen. Als Kino-Ikone Mario Adorf im April in Paris verstarb, verkündete seine Witwe Monique (81), dass der Schauspieler auf dem berühmten "Cimetière marin" in Saint-Tropez beigesetzt werden soll. Seitdem pilgern Verehrer in Scharen zu dem malerischen Küstenfriedhof – und suchen vergeblich. Statt einer Grabstätte finden sie am Eingang lediglich einen amtlichen Zettel mit der Aufschrift: "Mario Adorf ist nicht in Saint-Tropez begraben. Das ist ein Fehler im Internet."

Bei der dortigen Friedhofsverwaltung wusste man laut BILD von nichts, eine offizielle Anfrage für ein Grab lag lange Zeit nicht vor. Erschwerend kommt hinzu: Auf dem begehrten Promi-Friedhof direkt am Mittelmeer gelten strenge Regeln. Bestattet werden darf eigentlich nur, wer in dem mondänen Ort seinen Hauptwohnsitz hatte, dort starb oder ein Familiengrab besitzt – all das traf auf Adorf nicht zu, obwohl er und seine in Saint-Tropez geborene Ehefrau jahrzehntelang zum festen Jetset der Côte d'Azur gehörten.

Manager klärt das Rätsel auf

Wo also ist der Leichnam des unvergessenen Stars? Adorfs langjähriger Manager Michael Stark sorgt nun für Klarheit und nimmt den besorgten Fans die Ungewissheit. Das scheinbare Verschwinden hat einen ganz pragmatischen, emotionalen Grund: "Die Urnenbeisetzung in Saint-Tropez findet erst im Herbst statt. Nach der bewegenden Gedenkfeier in München wollte sich Monique etwas Zeit lassen und die Zeremonie nicht während des im Sommertrubel überlaufenen Ferienortes stattfinden lassen."

Bis es so weit ist, behält die Witwe ihren geliebten Ehemann noch ganz nah bei sich. Aktuell wird die Urne des Schauspielers in der gemeinsamen Pariser Wohnung aufbewahrt, in der Adorf auch seine letzten Atemzüge tat. Auch die bürokratischen Hürden an der Côte d’Azur sind längst Geschichte: Monique hat die Ausnahmegenehmigung für die Ruhestätte in seiner Herzensheimat bereits vorab persönlich mit der Bürgermeisterin von Saint-Tropez geklärt.

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