Ski-Paukenschlag
Rücktritts-Knall bei der FIS
Urs Lehmann ist mit sofortiger Wirkung als CEO zurückgetreten. Der ehemalige Swiss-Ski-Präsident hatte den neu geschaffenen Posten erst im vergangenen Sommer übernommen.
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Hinter dem Rücktritt steht offenbar ein schwerer Konflikt mit FIS-Präsident Johan Eliasch. Noch vor wenigen Monaten hatten beide betont, trotz früherer Differenzen erfolgreich zusammenarbeiten zu können. Nun ist das Verhältnis endgültig zerbrochen.
Auslöser des Streits sollen unterschiedliche Einschätzungen zur finanziellen Lage des Weltverbandes sein. Während Eliasch öffentlich von einer positiven Entwicklung spricht und die FIS auf Kurs sieht, soll Lehmann intern massive Bedenken geäußert haben. Nach Informationen aus dem Umfeld von Swiss-Ski warnte der 57-Jährige sogar davor, dass der Verband bei unverändertem Kurs innerhalb von zwei Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnte.
Machtkampf
Mit seinem Rücktritt zieht Lehmann nun die Konsequenzen aus dem Machtkampf an der Verbandsspitze. Gleichzeitig gilt der Schritt auch als strategisches Signal vor der anstehenden Präsidentenwahl. Sollte Eliasch die Wiederwahl verpassen, könnten sich für Lehmann neue Chancen ergeben. Beobachter halten es für möglich, dass er unter einer neuen Führung wieder in eine zentrale Rolle bei der FIS zurückkehrt.
Damit wird die bevorstehende Wahl nicht nur zur Abstimmung über die Zukunft von Johan Eliasch, sondern auch über den künftigen Kurs des internationalen Skisports.
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