America First?

Trump sorgt mit Billig-Anzug für Aufsehen

Ein Mann im Anzug spricht am Rednerpult in einem beleuchteten Saal ins Mikrofon.
© CQ-Roll Call, Inc via Getty Images
US-Präsident Donald Trump ist für teure Anzüge bekannt. Bei einem Auftritt in Nebraska sorgte nun allerdings ein Blick auf das Innenfutter seines Jacketts für Aufsehen: Dort war eine überraschende Marke zu sehen.
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Bei einem Auftritt in Grand Island im US-Bundesstaat Nebraska öffnete Trump sein Jackett. Fotografen erwischten dabei das Etikett auf der Innenseite: Jos. A. Bank.

Die Marke ist deutlich günstiger positioniert als das Luxuslabel Brioni, mit dem Trump seit Jahren in Verbindung gebracht wird. Brioni-Anzüge können mehrere Tausend Euro kosten. Jos. A. Bank wirbt dagegen mit vergleichsweise niedrigen Preisen. Medienberichten zufolge reichen die Preise je nach Modell von rund 150 bis 700 US-Dollar. Welches konkrete Modell Trump trug und wie viel er dafür bezahlt hat, ist allerdings nicht bekannt.

Von Luxus-Anzügen zu Jos. A. Bank

Der Fund überrascht vor allem deshalb, weil Trump in der Vergangenheit häufig mit Brioni auftrat. Die italienische Luxusmarke stattete ihn bereits während seiner Zeit bei "The Apprentice" aus.

Das nun entdeckte Etikett löste deshalb in sozialen Medien zahlreiche Reaktionen aus. Ausgerechnet bei einem Politiker, der großen Wert auf Luxus und sein öffentliches Erscheinungsbild legt, sorgt ein vergleichsweise günstiges Anzuglabel für Gesprächsstoff.

"Warum nicht den US-Anzug?"

Für zusätzlichen Wirbel sorgt die Frage nach der Produktion. Modejournalist Derek Guy wies auf X darauf hin, dass Jos. A. Bank seine Anzüge im Ausland fertigen lässt, typischerweise unter anderem in China und Bangladesch.

Besonders interessant: Zum selben Konzern gehört mit Joseph Abboud auch eine Marke, deren Anzüge in den USA hergestellt werden. Guy fragte deshalb, warum Trump nicht auf diese US-Produktion zurückgegriffen habe.

Ob Trumps konkreter Anzug tatsächlich aus China, Bangladesch oder einem anderen Land stammt, lässt sich anhand des sichtbaren Etiketts allerdings nicht eindeutig sagen.

Pikant wegen Trumps "America First"-Kurs

Die Diskussion bekommt zusätzliche Brisanz, weil Trump bei seinem Auftritt in Nebraska gleichzeitig für eine stärkere Produktion in den USA warb. Der sichtbare Markenname seines eigenen Anzugs bot Kritikern deshalb eine Steilvorlage.

Das Weiße Haus hat sich bislang nicht dazu geäußert, warum Trump bei diesem Auftritt gerade diesen Anzug trug.

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