Ein neuer Fitness-Trend verspricht jetzt das Unmögliche: Ein knallhartes Core-Workout ohne den fiesen Muskelkater danach und mit einem Teint wie frisch aus dem Wellness-Urlaub. Wir haben das Workout "Sculpt & Recover" bei Train & Tone in Wien getestet und verraten alle Details.
Fitness-Trends kommen und gehen – doch manchmal entsteht aus zwei Entwicklungen etwas völlig Neues. Während LED-Masken und andere Infrarot-Gadgets längst zum Alltag vieler Wellness-Fans gehören, hält die Technologie nun auch Einzug ins Workout. Der neueste Hype: Infrarot-Pilates.
Die Idee dahinter klingt fast wie Biohacking fürs Fitnessstudio: Klassische Pilates-Übungen treffen auf gezielte Tiefenwärme durch Infrarotlicht. Das Ergebnis soll nicht nur Muskeln formen, sondern gleichzeitig die Regeneration ankurbeln und Stress reduzieren.
Auch in Wien ist der Trend bereits angekommen. Das Pilates-Studio Train & Tone (Neubaugasse 81/1, 1070) bietet neben klassischen Classes inzwischen auch Infrarot-Pilates unter dem Namen "Sculpt & Recover" an.
Pilates trifft Infrarot: Wie das neue Trend-Workout funktioniert
Eine Infrarot-Pilates-Einheit ist klar strukturiert und auf Effizienz ausgelegt. Die ersten 50 Minuten stehen ganz im Zeichen intensiver, pilates-inspirierter Übungen. Trainiert werden vor allem Core, Beine und Gesäß. Wer Pilates nur mit sanftem Dehnen verbindet, wird überrascht sein: Die Bewegungen sind kontrolliert, die Wiederholungen fordernd und Pausen selten.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Training liegt jedoch in der Umgebung: Statt auf normalen Matten trainiert man auf speziellen Infrarot-Matten, die eine sanfte Tiefenwärme erzeugen. Die letzten 10 Minuten der Stunde sind bewusst der Erholung gewidmet. Durch Stretching und ruhige Atemübungen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert – der Körper schaltet vom Leistungsmodus in die Regeneration.
Warum Infrarotwärme so besonders ist
Anders als herkömmliche Hitze – etwa in einer Sauna oder bei Hot-Pilates-Klassen – wirkt Infrarotstrahlung nicht nur auf die Hautoberfläche. Sie dringt tiefer in den Körper ein und erwärmt Muskeln und Gelenke von innen heraus. Das führt zu einem deutlich anderen Trainingserlebnis: Statt eines stickig heißen Raums entsteht eher ein sanftes Wärmegefühl, das die Muskulatur lockert, ohne den Kreislauf übermäßig zu belasten. Zum Schutz der Augen tragen Teilnehmer während der Stunde spezielle Brillen, sodass die Lichtstrahlung unproblematisch bleibt.
Die möglichen Vorteile laut Sportwissenschaft
Befürworter des Trends sehen mehrere positive Effekte, die das Training besonders attraktiv machen:
- Weniger Muskelkater: Durch die Tiefenwärme wird die Durchblutung angeregt. Sauerstoff gelangt schneller in die Muskulatur, Stoffwechselprodukte können effizienter abgebaut werden.
- Mehr Beweglichkeit: Wärme macht Sehnen und Bänder elastischer. Dadurch können Übungen oft kontrollierter und mit größerem Bewegungsradius ausgeführt werden.
- Detox- und Glow-Effekt: Das moderate Schwitzen regt den Lymphfluss an. Viele berichten von einem sichtbaren „After-Workout-Glow“ – die Haut wirkt frischer und besser durchblutet.
Auch in der Sportmedizin wird Infrarottherapie bereits länger eingesetzt, etwa zur Unterstützung von Rehabilitation und Regeneration. Dass diese Technologie nun direkt ins Training integriert wird, ist ein spannender neuer Ansatz.
Individuelle Hitze statt Hitzeschock
Ein weiterer Unterschied zu klassischen „Hot“-Workouts: Die Temperatur ist individuell regulierbar. Jede Matte verfügt über ein eigenes Steuerungssystem. Teilnehmer können selbst entscheiden, wie stark die Wärme sein soll. So entsteht ein inklusiveres Trainingserlebnis, das sich an unterschiedliche Fitnesslevels anpasst:
- Anfänger können mit niedriger Intensität starten
- Fortgeschrittene erhöhen die Wärmestufe
- Hitzeempfindliche Personen behalten die volle Kontrolle
Unser Fazit vom Selbsttest
Während der Stunde fühlt sich die Wärme weniger wie Hitze und mehr wie ein sanftes Glühen an. Trotz intensiver Core-Arbeit wirkt das Training überraschend ausgewogen: Man verlässt die Class nicht völlig erschöpft, sondern eher energiegeladen. Besonders auffällig ist das Körpergefühl danach – die Muskeln fühlen sich gelockert an, ohne den typischen „Day-after“-Muskelkater. Und der viel zitierte Glow? Der bleibt tatsächlich noch bis zum nächsten Tag sichtbar!