Während der Pilates-Hype seinen Zenit erreicht, etabliert das Wiener Pilates-Studio JUNE bereits den nächsten großen Trend: Sculpt x Chair. Wir haben das neue Workout im JUNE Townhouse getestet und verraten, warum der kompakte Stuhl selbst erfahrene Pilates-Fans an ihre Grenzen bringt.
Wien hat sich in den letzten Jahren zur Pilates-Metropole entwickelt, doch ein Studio taucht dabei immer wieder auf: JUNE. Mit der Eröffnung des zweiten Standorts im ersten Bezirk, dem JUNE Townhouse, hat sich das Studio in kürzester Zeit als erste Adresse für modernes, funktionales Contemporary Pilates etabliert. Wer hier trainiert, sucht kein klassisches Stretching, sondern ein kraftvolles, urbanes Workout. Jetzt geht JUNE den nächsten Schritt und bringt mit Sculpt x Chair ein Trainingsformat nach Österreich, das international bereits als der Fitness-Trend schlechthin gehandelt wird.
Das Comeback des „Wunda Chair“: Technischer, stärker, intensiver
Das Herzstück der neuen Klasse ist der sogenannte Pilates Chair. Ursprünglich von Joseph Pilates als „Wunda Chair“ konzipiert, galt er lange Zeit als Nischengerät für Profis und Tänzer. JUNE denkt dieses Tool nun konsequent weiter. Im Gegensatz zum großflächigen Reformer wirkt der Chair auf den ersten Blick fast unscheinbar – doch dieser Eindruck täuscht.
Das Training basiert auf einem kompakten System aus Federn und Pedalen, das ein Höchstmaß an Körperbeherrschung und Balance verlangt. Da die Standfläche deutlich kleiner ist als beim Reformer, wird jede Übung zu einer Herausforderung. Hier gibt es kein passives Mitrollen; jede Bewegung muss aktiv aus der Kraft der Mitte stabilisiert werden.
Der Selbsttest: Fokus auf die Tiefenmuskulatur
In unserem Test im JUNE Townhouse wurde schnell klar: Sculpt x Chair ist kein sanfter Flow, sondern ein hochintensives Krafttraining. Mein Fazit nach 55 Minuten: Es ist physisch fordernder als das klassische Training am Reformer.
- Gezielter Lower-Body-Fokus: Während beim Reformer oft der gesamte Bewegungsfluss im Vordergrund steht, ermöglicht der Chair eine isolierte Arbeit an den Beinen und am Gesäß, die in ihrer Intensität beeindruckt. Wer gezielt Straffung und Kraftaufbau im Unterkörper sucht, findet hier das ideale Werkzeug.
- Core-Stabilität durch Instabilität: Da viele Sequenzen einbeinig oder in instabilen Positionen auf dem Pedal ausgeführt werden, muss die Tiefenmuskulatur (der Core) in jeder Sekunde gegensteuern. Das sorgt für eine enorme Spannung und einen hohen metabolischen Effekt.
- Innovative Bewegungsabläufe: Überraschend war die Vielseitigkeit. Trotz des Fokus auf den Unterkörper integriert das Format kreative Übungen für Rücken, Arme und Bauch, die durch die Federwiderstände völlig neue Reize setzen.
- Der Science-Check: Sportwissenschaftlich gesehen ist der Chair deshalb so effektiv, weil er die propriozeptive Wahrnehmung – also die Tiefensensibilität des Körpers – schult. Die asymmetrische Belastung (links arbeitet gegen rechts) hilft dabei, muskuläre Dysbalancen effizient auszugleichen und die funktionale Kraft für den Alltag zu steigern.
Chair Pilates-Klassen in Wien & Umgebung
Bisher ist das Angebot in Wien exklusiv, da das Gerät hohe Anforderungen an die Trainer stellt und das Training in kleinen Gruppen für maximale Präzision durchgeführt wird. Wenn Sie den Trend selbst testen möchten, finden Sie hier die aktuellen Top-Adressen:
- JUNE Townhouse: Schwertgasse 4, 1010 Wien
- The 1924 Pilates: Kollergerngasse 4/1, 1060 Wien
- Beyond Pilates: Stefan-Esders-Platz 7, 1190 Wien & Weidlingerstraße 17, 3400 Klosterneuburg
- Kumi Reformed: Kreuzgasse 43, 1180 Wien
Unser Fazit: Sculpt x Chair ist kein kurzfristiger Hype, sondern die logische Weiterentwicklung für alle, die eine neue Pilates-Herausforderung suchen. Es ist technischer, fordert mehr Konzentration und liefert Ergebnisse, die man spätestens am nächsten Tag in jeder einzelnen Muskelfaser spürt.