Winter-Falle

Warum Heizungsluft Sie schneller krank macht, als Sie denken

Husten, trockene Haut und ständig gereizte Augen im Winter steckt dahinter oft nicht das Wetter, sondern die Luft in Ihrer Wohnung. 

Draußen ist es kalt, drinnen läuft die Heizung und plötzlich sind alle erkältet. Das ist kein Zufall. Denn im Winter ist nicht nur das Wetter ein Problem, sondern vor allem die Luft in unseren Wohnungen und Büros. Sobald geheizt wird, sinkt nämlich die Luftfeuchtigkeit stark. Und genau das bekommt unser Körper schneller zu spüren, als vielen bewusst ist. 

Trockene Heizungsluft macht Ihre Atemwege anfälliger

Normalerweise sind Nase, Rachen und Bronchien gut geschützt. Eine feuchte Schleimschicht sorgt dafür, dass Keime abgefangen und wieder abtransportiert werden. Durch trockene Raumluft verändert sich genau dieses Schutzsystem.

Warum Heizungsluft Sie schneller krank macht, als Sie denken
© Getty Images

Die Schleimhäute trocknen aus und damit haben es auch die kleinen Flimmerhärchen deutlich schwerer, ihre Arbeit zu erledigen. Dabei sind sie eigentlich dafür da, Viren, Bakterien und Schmutz aus den Atemwegen zu befördern. Wenn dieser Mechanismus nicht mehr richtig funktioniert, können Krankheitserreger viel leichter in den Körper gelangen.

Typische Beschwerden sind dann:

  • ein kratzender Hals
  • Heiserkeit
  • trockener Husten
  • eine gereizte oder ständig laufende Nase 

Heizungsluft schwächt die natürliche Abwehr

Heizungsluft macht nicht direkt krank, aber sie nimmt dem Körper einen wichtigen Teil seiner Schutzfunktion. Trockene Schleimhäute können Keime einfach schlechter abwehren. Gerade in stark beheizten Räumen wie Büros, Schulen oder Wohnungen ist die Luftfeuchtigkeit oft so niedrig, dass die Atemwege dauerhaft gereizt sind. Das erklärt auch, warum sich Infekte im Winter so leicht verbreiten. 

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Auch die Augen reagieren empfindlich

Nicht nur die Atemwege leiden unter trockener Raumluft. Auch die Augen sind stark betroffen, weil der schützende Tränenfilm bei trockener Luft schneller verdunstet.

Das macht sich häufig bemerkbar durch:

  • gerötete Augen
  • Brennen
  • Jucken
  • ein unangenehmes Fremdkörpergefühl

Bei empfindlichen Personen kann sich dadurch sogar das Risiko für eine Bindehautentzündung erhöhen. Vor allem, wenn Sie viel auf Bildschirme schauen, verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. 

Warme Räume & trockene Nebenwirkungen 

Heizen ist im Winter natürlich notwendig. Aber die trockene Raumluft belastet den Körper stärker, als viele vermuten. Sie reizt die Schleimhäute, schwächt die Abwehrkräfte und wirkt sich zusätzlich auf Augen und Haut aus. Gerade in der Erkältungszeit lohnt es sich deshalb, nicht nur auf warme Temperaturen zu achten, sondern auch darauf, wie trocken die Luft im eigenen Zuhause oder im Büro wirklich ist.

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