Draußen klirrende Kälte, drinnen wohlige Wärme: Doch die Heizungsluft hat einen unschönen Nebeneffekt. Sie kann nicht nur das Raumklima verschlechtern, sondern auch unsere Gesundheit gefährden!
Wenn draußen die Minusgrade regieren, wollen wir es drinnen vor allem eines: gemütlich und warm! Die Heizung ist im Winter unser bester Freund, könnte man meinen. Doch oft will sich die richtige Wohlfühlatmosphäre einfach nicht einstellen. Statt Entspannung gibt es brennende Augen, einen kratzenden Hals und spröde Lippen. Schuld an der Misere: die trockene Heizungsluft. Warum das im Wohnzimmer so gefährlich ist und mit welchen Lifehacks Sie dagegen ankämpfen, verraten wir hier.
Viren-Alarm im Wohnzimmer
In der kalten Jahreszeit haben Erkältungen Hochsaison. Das liegt nicht nur an den Temperaturen draußen, sondern vor allem an der Luft drinnen! Durch die Heizung sinkt die Luftfeuchtigkeit drastisch ab. Das greift unsere empfindlichen Schleimhäute an.
Wenn Nase, Rachen und Bronchien austrocknen, machen auch die dort sitzenden Flimmerhärchen schlapp. Ihre Reinigungsfunktion setzt aus und Bakterien und Viren haben leichtes Spiel, in den Körper einzudringen. Die Folge sind die Klassiker: lästiger Husten, Heiserkeit und eine laufende Nase.
Auch Haut und Augen sind betroffen
Trockene Luft ist purer Stress für den Körper und beeinflusst auch die Augen. Sie werden rot, fangen an zu brennen und zu jucken, das Risiko für Bindehautentzündungen steigt. Auch unsere Haut bleibt nicht von den negativen Folgen der trockenen Heizungsluft verschont. Sie wird gereizt, fängt an zu jucken und kann sich sogar entzünden. Dies betrifft besonders die Gesichtshaut, die oft direkt der Heizungsluft ausgesetzt ist.
Die ultimativen Tipps für ein angenehmes Raumklima
Damit wir unsere Schleimhäute schützen, ist es wichtig, auf die richtige Luftfeuchtigkeit zu achten. Diese sollte in Wohnräumen zwischen 40 und 60 % liegen. Luftfeuchtemessgeräte helfen dabei, den Überblick zu behalten. Die sogenannten Hygrometer zeigen uns an, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in einem Raum ist. Zusätzlich können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
Regelmäßig lüften
Auch wenn es draußen kalt ist, ein kurzer, kräftiger Luftaustausch ist essentiell. Besonders Stoß- oder Querlüften sorgt für einen schnellen Luftaustausch. Vermeiden Sie unbedingt Dauer-Kippen, das ist pure Energieverschwendung.
Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen sind eine weitere, oft unterschätzte Möglichkeit, das Raumklima zu verbessern. Sie geben Feuchtigkeit an die Luft ab und sorgen so für ein besseres Gleichgewicht. Besonders Pflanzen wie Aloe Vera, Efeu oder Spathiphyllum sind dafür bekannt, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Frische-Kick
Vergessen Sie nicht den frischen Spaziergang im Freien. Ein kurzer Ausflug an die frische Luft kann wahre Wunder wirken. Die frische, feuchte Außenluft hilft, die Schleimhäute zu befeuchten und Reizungen zu lindern.