Matthias Schweighöfer mischt sich in die hitzige Debatte rund um ein Social-Media-Verbot für Kinder ein und findet deutliche Worte. Während er Einschränkungen für die Jüngsten spannend findet, sieht er bei Jugendlichen große Probleme.
Schauspieler Matthias Schweighöfer steht einem möglichen Social-Media-Verbot für Kinder in Deutschland grundsätzlich offen gegenüber. „Für Kinder finde ich das interessant“, sagte der 45-Jährige. Bei älteren Jugendlichen sei die Sache jedoch komplizierter. Vor allem jene Generation, die während der Corona-Pandemie aufgewachsen ist, habe eine ganz andere Beziehung zur digitalen Welt entwickelt.
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Corona hat alles verändert
Die Pandemie habe das Medienverhalten nachhaltig geprägt, so Schweighöfer. „Seitdem das passiert ist, waren die Kinder damals in dieser digitalen Welt.“ Ein einfaches Zurück gebe es deshalb nicht. „Ey, du kriegst jetzt ein Spielzeug – und jetzt nehme ich es dir einfach wieder weg“, erklärte der Schauspieler.
Trotzdem sei es wichtig, über Maßnahmen wie Kindersicherungen nachzudenken.
Internationaler Druck wächst
Das Thema gewinnt auch politisch an Fahrt: Australien hat bereits ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Auch in Österreich und Deutschland wird über ähnliche Regeln diskutiert. In Deutschland sprechen sich CDU und SPD für klare Altersgrenzen aus.
Radikaler Schritt: Kaum noch News
Schweighöfer selbst hat bereits Konsequenzen gezogen – und seinen Medienkonsum drastisch reduziert. „Ich habe alles runtergerechnet. Also wirklich maximal am Tag zehn Minuten auf etwas gucken, wo man mit Nachrichten influenced wird“, sagt er. Auf seinem Smartphone habe er sogar alle Apps gelöscht, die ihn ablenken könnten. „Das ist eine Never-Ending-Story", so der Schauspieler.
Der bewusste Verzicht hat für ihn auch Vorteile: „Es gibt mehr Freiheit fürs Jetzt.“ Selbst wenn seine Kinder ihn darauf hinweisen, dass er nicht mehr ganz „up to date“ sei – für Schweighöfer ist das ein fairer Preis.
Neue Serie mit US-Star
Aktuell ist der Schauspieler in der Serie „Vanished“ zu sehen – gemeinsam mit „The Big Bang Theory“-Star Kaley Cuoco. In der vierteiligen Produktion nimmt ein romantischer Trip in Frankreich eine düstere Wendung. Die Serie ist bereits in der ARD-Mediathek verfügbar und läuft auch im TV.