Rechtliche Schritte

Justin Timberlake: Verzweifelte Justiz-Schlacht um geheime Bodycam-Aufnahmen

US-Superstar Justin Timberlake zieht alle juristischen Register. Der 45-Jährige will mit einer gerichtlichen Verfügung verhindern, dass die Polizeiaufnahmen seiner Festnahme aus dem Jahr 2024 an die Öffentlichkeit gelangen. 

Der Popstar wehrt sich derzeit massiv gegen die Herausgabe von Bodycam-Material, das während seiner Verhaftung im Juni 2024 aufgezeichnet wurde. Wie das US-Magazin People unter Berufung auf aktuelle Gerichtsakten berichtet, hat Timberlake beim Obersten Gerichtshof von Suffolk County interveniert, um einen Riegel vor die Veröffentlichung zu schieben. Hintergrund sind mehrere Anträge von Medienvertretern, die auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes (Freedom of Information Act) Einsicht in die Videodokumente fordern.

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„Intime, höchst persönliche und sensible Details“

In der am Montag, dem 2. März, eingebrachten Petition lässt der Sänger kein gutes Haar an den Plänen der Behörden. Eine Veröffentlichung der Bilder würde seine Privatsphäre in unzulässiger Weise verletzen. In den Gerichtsdokumenten wird dazu direkt ausgeführt: „Die Veröffentlichung dieses Filmmaterials würde dem persönlichen und beruflichen Ruf schweren und irreparablen Schaden zufügen.“

 


 

Die Rechtsvertreter des Musikers betonen zudem, dass die Aufnahmen weit über den eigentlichen Vorfall hinausgehen und „intime, höchst persönliche und sensible Details“ über Timberlake und sein privates Umfeld preisgeben würden. Das Videomaterial enthalte laut Einspruch „Informationen medizinischer, familiärer oder anderweitig vertraulicher Natur“, die für die Allgemeinheit keinerlei Relevanz hätten.

Keine Relevanz für die Öffentlichkeit

Das Ziel der Anwälte ist klar: Eine einstweilige Verfügung soll die Offenlegung des Materials unterbinden. In der Begründung heißt es pointiert, die Aufnahmen würden den Star lediglich „öffentlicher Verhöhnung und Belästigung aussetzen und keinem legitimen öffentlichen Interesse dienen“.

Justin Timberlake Mugshot

Justin Timberlake Mugshot

© Sag Harbor PD

Es ist nicht der erste Versuch der Medien, an die brisanten Sujets zu kommen. Bereits direkt nach dem Vorfall im Jahr 2024 waren entsprechende Anträge auf Akteneinsicht gestellt worden – damals blitzten die Journalisten bei den Behörden jedoch ab.

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