Am 9. Jänner 2025 verstarb „Jahrhundertschauspieler“ Otto Schenk. Zum 1. Todestag lässt ihn Herbert Fechter mit einer emotionellen TV-Doku wieder auferstehen. Erinnerungen von Wegbegleitern wie Michael Niavarani, Tobias Moretti oder Hilde Dalik inklusive.
„Er war der einzige Mensch der Gemütlichkeit mit Sterben in Verbindung bringen konnte“ (Michael Niavarani ), „Er hat gedacht, er kann den Tod wegkokettieren. Er ist schlauer.“ (Tobias Moretti) „Er hatte eine komplett furchtlose Nähe zum Tod“ (Erwin Steinhauer) „Er war ja schon als Junger alt. (Marianne Mendt) oder „Er hat sich darüber gefreut, andere zu schockieren“ (Hilde Dalik) - emotionale Stimmen über unseren „Jahrhundertschauspieler“ Otto Schenk († 94). Pünktlich zum 1. Todestag am 9. Jänner lässt ihn sein langjähriger Manager und Freund Herbert Fechter mit der einfühlsamen TV-Doku „Heiter bis wolkig – In Memoriam Otto Schenk” (21.15 Uhr, Servus TV) wieder auferstehen. „Ich habe schon einige Dokus gemacht, doch das ist mit Abstand die beste und emotionalste.“
-
Paukenschlag: Neujahrskonzert schafft nur mehr 839.000 Zuseher
-
Wolf Haas, Giulia Enders und rocken die Buchcharts
-
Schauspiellegende Otto Schenk gestorben
-
So kann Otto Schenks Nachlass ersteigert werden
Herbert Fechter liefert emotionale Doku (u.)
Wie wahr: Zwischen berühmten Film- und Theater-Sequenzen wie „Mein Opa ist der Beste“, „Sternstunde des Josef Bieder“, „Selten so gelacht“ oder an der Seite von Helmut Lohner erinnern sich wichtige Wegbegleiter an den ganz privaten Bühnen-Giganten und seinen ganz speziellen, humorvollen Umgang mit dem Tod. „Wenn ihm fad war oder man sich ein paar Sekunden nicht um ihn gekümmert hat, dann hat er auch gerne mal einen Herzinfarkt inszeniert, “ erinnert sich Moretti und zieht auch deshalb vor Otto Schenk den Hut: „Unglaublich mit welcher Ironie, welchen Sarkasmus und welchem Niveau er solche Szenen gespielt hat.“
Erinnerungen von: Moretti (o.) und Serafin (u.)
Auch Niavarani (o.) und Dalik (u.) kommen in der Doku zu Wort.
Dazu liefert die 48-minütige Doku auch seinen letzten großen Bühnenauftritt mit dem „Kirschgarten“ an der Josefstadt (2019) , das allerletzte TV-Interview aus dem Jahr 2020 und rare Privataufnahmen mit seiner geliebten, knapp 3 Jahre vor ihm verstorbenen Ehefrau Renée.
Otto Schenk mit seiner Renée (o.) Grab mit Bumerang (u.)
Sowie einen Blick auf das schlichte Grab. Wo ein Bumerang an seine wohl berühmtesten Bühnenzeilen erinnert. „War einmal ein Bumerang. War ein Weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, aber kam nicht mehr zurück. Publikum - noch stundenlang - wartete auf Bumerang."