Mit durchwegs um oder über 1,5 Millionen Seherinnen und Sehern war die Übertragung des 70. Eurovision Song Contest für den ORF ein Quotenerfolg.
Der im Durchschnitt stärkste Teil der rund vierstündigen Show aus der Wiener Stadthalle am Samstagabend war jener gegen 22.00 Uhr in ORF 1, als sich fast 1,6 Mio. Menschen vor den Endgeräten versammelten. Das entsprach einem Marktanteil von rund 55 Prozent. Auch bei der späten Entscheidung gingen die Quoten kaum zurück.
Das spannende Jury- und Publikumsvoting, das am Ende überraschend Bulgariens Dara mit ihrem "Bangaranga" zur klaren Siegerin kürte, sahen immer noch um die 1,45 Mio. Personen. Zu dieser Zeit stieg der Marktanteil in lichte Höhen von knapp 80 Prozent. Bei der "Aftershow" zum ESC waren dann noch knapp 400.000 Nachteulen mit an Bord, wie die Teletest-Daten ausweisen. Bei der Vorberichterstattung - dem "Countdown" - bereiteten sich zur Hauptabendzeit annähernd 900.000 Zuseherinnen und Zuseher auf die dann folgende Hauptshow vor.
Wiener ESC zog stärker als JJs Erfolg in Basel
Zum Vergleich: Im Vorjahr waren bis zu 1,3 Mio. Zuseherinnen und Zuseher kurz vor 22.00 Uhr auf ORF 1 mit dabei, als JJ sein späteres Siegerlied "Wasted Love" zum Besten gab. Bei der Entscheidung für Österreichs Beitrag in Basel waren nach Mitternacht noch durchschnittlich 787.000 Menschen vor den Geräten.
Dass das Event auch bei Schlechtwetter zieht, offenbarte sich beim Blick auf diverse Public-Viewing-Locations im gesamten Land am Samstagabend. So versammelten sich durchwegs erstaunlich viele ESC-Fans in Indoor-, aber auch Freiluft-Locations, wie der größten Fanmeile des Landes am Wiener Rathausplatz - dem "Eurovision Village". Wer dort heute noch einmal die gesamte Übertragung kollektiv Nachschauen möchte, kann das am Nachmittag tun.
Fast neun Millionen in Deutschland dabei
Auch in Deutschland hat das Finale des Eurovision Song Contest der ARD hohe Einschaltquoten beschert: Insgesamt rund 8,9 Millionen Menschen verfolgten die Übertragung der Show aus Wien, wie sich aus den Zahlen der AGF-Videoforschung ergibt. Im Vergleich zum ESC-Finale vor einem Jahr bedeutete dies zwar einen kleinen Rückgang, die Sendung war aber mit Abstand die erfolgreichste des Samstags in Deutschland.
Herausragend war die Einschaltquote in der für die Werbung relevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von insgesamt 64,5 Prozent. Vor einem Jahr schaffte das ESC-Finale in dieser Altersgruppe allerdings sogar einen Marktanteil von fast 80 Prozent und holte damals damit einen neuen deutschen Allzeitrekord bei den Einschaltquoten.