Sparmaßnahmen

Nach 20 Jahren! RTL stellt beliebte TV-Sendung ein

Hunderte Beschäftigte zittern im RTL vor der großen Entscheidung: Rund 600 Mitarbeiter erfahren heute, ob sie vom angekündigten Stellenabbau betroffen sind. Nun wird klar, welche bekannten Formate dem Sparkurs zum Opfer fallen. 

Besonders hart trifft es den Bereich der People- und VIP-Berichterstattung. Nach BILD-Informationen werden die Magazine „Gala“ (RTL) und „Prominent“ (VOX) eingestellt. Auch das Shortformat #VOXStimme verschwindet.

„Gala“ läuft seit 2022 samstags um 17.45 Uhr bei RTL, zuletzt moderiert von Annika Lau (46) und Janin Ullmann (44). Mit dem Aus von „Prominent“ endet zudem ein echtes Stück VOX-Geschichte: Das Magazin war seit 2006 auf Sendung, bekannte Gesichter wie Nina Bott, Nova Meierhenrich oder zuletzt Laura Dahm prägten das Format.

Mehr „Exclusiv“ statt vieler Einzelshows

Ganz verschwinden sollen Promi-Themen allerdings nicht. RTL plant, sie künftig stärker unter der Marke „Exclusiv“ zu bündeln. Für Fans gibt es sogar eine Ausweitung: Ab dem 17. Januar 2026 soll „Exclusiv“ sieben Tage die Woche bei RTL laufen.

Neustart am Morgen: RTL und ntv rücken zusammen

Auch im Nachrichtenbereich stehen große Veränderungen an. Ab Frühjahr 2026 starten RTL und ntv ein gemeinsames Morgenprogramm von Montag bis Freitag zwischen 6 und 9 Uhr. In diesem Zuge verschwinden die bekannten Sendungen „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ in ihrer bisherigen Form.

In der Primetime will RTL News künftig stärker auf investigative Inhalte setzen – etwa mit „Team Wallraff“, „stern investigativ“ und dem Magazin „Extra“.

230 Stellen allein bei RTL News betroffen

Die inhaltliche Neuausrichtung hat massive personelle Folgen: Rund 230 Stellen bei RTL News sollen wegfallen. Insgesamt plant RTL Deutschland den Abbau von 600 Arbeitsplätzen – bei derzeit rund 7500 Beschäftigten. Zum Konzern gehören unter anderem RTL, VOX und ntv.

Der Sender betont, die Maßnahmen sollen „so sozialverträglich wie möglich“ umgesetzt werden – unter anderem mit Abfindungen und Altersteilzeit.

Warum RTL den Rotstift ansetzt

Hintergrund des Sparkurses ist der deutliche Einbruch der linearen TV-Werbeeinnahmen, die seit 2019 um mehr als 20 Prozent gesunken sind. Parallel investierte RTL massiv in den Streamingdienst RTL+. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg von 0,8 Millionen (Ende 2019) auf über 7 Millionen Ende 2025.

Die Hoffnung des Konzerns: RTL+ soll im kommenden Jahr erstmals profitabel werden.

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