Knackige Gurken und aromatische Tomaten aus dem eigenen Garten, was gibt es Besseres? Der Traum vom eigenen Gemüse-Paradies kann jedoch schnell platzen, wenn man zu ungeduldig ist oder die falschen Nachbarn ins Beet setzt. Wir verraten, worauf Sie jetzt achten müssen.
Nichts schmeckt mehr nach Sommer als Gurken und Tomaten, die man frisch auf dem eigenen Balkon oder im Garten erntet. Doch schon ein einziger fataler Fehler entscheidet jetzt darüber, ob Ihre Pflanzen zu einer reichen Ernte heranwachsen oder schon nach wenigen Wochen schlappmachen. Welche typischen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten und wann wirklich der ideale Zeitpunkt zum Auspflanzen ist, erfahren Sie hier.
Der perfekte Zeitpunkt
Tomaten und Gurken haben eines gemeinsam: Sie sind absolute Sonnenanbeter und können Frost überhaupt nicht leiden. Auf der hellen und warmen Fensterbank dürfen Tomaten bereits ab Mitte bis Ende März vorgezogen werden. Gurken wachsen deutlich schneller in die Höhe und sollten deshalb erst ab Mitte April in die Anzuchttöpfe gesät werden.
Das perfekte Datum für Hobbygärtner lautet Mitte Mai. Erst wenn nachts garantiert kein Frost mehr droht, dürfen die zarten Jungpflanzen in ihr endgültiges Beet im Garten umziehen. Also ist jetzt der beste Zeitpunkt, um Gurken und Tomaten auszupflanzen.
Diese 4 fatalen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden
Viele Hobbygärtner meinen es gut, machen aber unwissentlich entscheidende Fehler, die zu Pilzkrankheiten oder mageren Ernten führen.
1. Fehler: Tomaten und Gurken nebeneinander setzen
Sie sind das absolute Traumduo in jeder Salatschüssel, doch im Gartenbeet entfacht zwischen ihnen ein verheerender Krieg, da beide Pflanzen zu den extrem hungrigen „Starkzehrern“ gehören und sich gegenseitig die Nährstoffe wegschnappen. Pflanzen Sie stattdessen Basilikum zu den Tomaten und Dill zu den Gurken, das sorgt für Frieden und eine Rekordernte im Beet.
2. Fehler: Die Blätter gießen
Wer abends mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch großzügig über die kompletten Pflanzen braust, unterschreibt das Todesurteil für seine Ernte. Nasse Blätter sind eine Einladung für Pilzsporen. Gießen Sie immer bodennah direkt an der Wurzel. Bewässern Sie Ihr Gemüse idealerweise in den Morgenstunden. So haben die Pflanzen den Tag über Zeit, eventuelle Spritzwassertropfen an der Luft abzutrocknen.
3. Fehler: Keinen Dünger verwenden
Tomaten und Gurken entziehen dem Boden massiv Energie. Wer sie in ausgelaugte, alte Gartenerde setzt, wird nur kümmerliche Pflanzen heranziehen. Arbeiten Sie bereits vor dem Auspflanzen reichlich reifen Kompost und Hornspäne in den Boden ein. Sobald sich die ersten Blüten und Fruchtansätze bilden, sollten Sie regelmäßig mit einem hochwertigen Bio-Tomaten- oder Gemüsedünger nachhelfen.
4. Fehler: Pflanzen zu dicht aneinander setzen
Gier zahlt sich beim Gärtnern nicht aus. Wer so viele Pflanzen wie möglich auf kleinstem Raum zusammenquetscht, sorgt dafür, dass die Luft nicht zirkulieren kann und sich Krankheiten wie ein Lauffeuer ausbreiten. Zudem machen sich die Pflanzen gegenseitig das Licht und die Nährstoffe im Boden streitig. Halten Sie bei Tomaten einen Pflanzabstand von mindestens 60 Zentimetern ein. Bei Gurken (je nach Sorte, ob kriechend oder rankend) sollten es 40 bis 80 Zentimeter sein.
Wenn Sie diese Fehler vermeiden, steht einer satten, aromatischen Ernte nichts mehr im Weg.