Tschüss Langeweile!

Endlich mehr als schwarzer Anzug! Die Best-Dressed Männer bei den Oscars 2026

Schwarzer Anzug, weiße Fliege und sonst bitte keine Experimente: Die Männer auf dem Oscar-Red-Carpet galten lange als modisches Gähnprogramm. Doch bei den 98. Oscars zeigte sich endlich Bewegung. 

Hand aufs Herz: Die Herrenmode auf dem Oscar-Red-Carpet sorgt traditionell eher für ein kollektives Gähnen als für Fashion-Euphorie. Schwarzer Smoking, weiße Fliege, geschniegelt wie für die Hochzeit des besten Freundes - gesehen, abgehakt, weitergehen. Aber: Langsam tut sich etwas. Die Männer auf dem roten Teppich beginnen endlich zu verstehen, dass auch sie ein bisschen Drama, Farbe und Persönlichkeit vertragen können. Und bei den 98. Oscars gab es tatsächlich einige Looks, bei denen man nicht sofort automatisch zum nächsten Kleid scrollen wollte.

Hier kommen die Männer, die gezeigt haben, dass Red-Carpet-Style auch ohne Prinzessinnenrobe funktionieren kann. 

Shaboozey - Der Frack, aber make it Fashion 

Musiker Shaboozey festigt gerade seinen Ruf als einer der spannendsten Newcomer auf dem roten Teppich. Sein Look: eine perfekt abgestimmte Neuinterpretation des klassischen Fracks vom aufstrebenden mexikanischen Label Campillo. Elegant? Ja. Formell? Auch. Aber ganz und gar nicht so, als hätte er sich für eine Nebenrolle in einem viktorianischen Kostümfilm beworben. Der Schnitt war modern, die Silhouette klar - genau so sieht zeitgemäßer Red-Carpet-Tailoring aus. 

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© Getty Images

Joe Alwyn - Die Renaissance der lässigen Schleife

Der Trend zur leicht „schlaffen“ Schleife bleibt uns erhalten und Joe Alwyn zeigt, warum das gar keine schlechte Idee ist. Der „Hamnet“-Darsteller erschien in einem leicht exzentrischen Valentino-Smoking, der dank ausgestellter Hose und kastenförmiger Jacke eine schöne Bewegung hatte. Das Detail, das alles zusammenhielt: eine Blumen-Diamant-Brosche. Nicht zu protzig, nicht zu geschniegelt, sondern bewusst gesetzt. 

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Paul Mescal - Rugbystar trifft Celine

In seiner Freizeit ist Paul Mescal bekanntlich der König des „I woke up like this“-Looks: abgewetzte Arbeitsjacken, kurze Hoodies und natürlich die inzwischen legendären Mini-Rugby-Shorts. Für die Oscars tauschte er diese Lässigkeit gegen einen Look aus der neuen Celine-Kollektion und brachte trotzdem genau diese Energie mit. Die Jacke erinnerte mit ihrem Rundhals-Cardigan-Stil fast an eine verspielte Variante klassischer Abendmode, kombiniert mit einer zierlichen Schleife. Wahrscheinlich der romantischste und zarteste Männer-Look des Abends. 

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Michael B. Jordan - Militärjacke, aber mit Hollywood-Glam 

Der Oscar-Gewinner erschien in einem Look von Lous Vuitton, aber statt auf einen klassischen Smoking setzte MBJ für eine Jacke im Militärstil mit goldumrandeten Knöpfen, kombiniert mit einer schmal geschnittenen Hose. Klingt streng? War es aber nicht, vor allem dank eines besonders stylischen Details: einer Geldbörsenkette, die dem Look eine lässige Streetwear-Note verlieh. Ein bisschen Off-Duty-Superheld, ein bisschen Rockstar. 

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Timothée Chalamet - Ein modisches Déjà-vu

Timothée Chalamet weiß bekanntlich sehr genau, was er auf einem roten Teppich tut. Sein weißer Givenchy-Anzug wirkte wie ein kleines modisches Easter Egg: eine Referenz an 2018, als er erstmals für seine Rolle als Elio in Call Me by Your Name für den Oscar nominiert war. Damals sorgte er bereits mit ungewöhnlicher Menswear für Aufsehen und acht Jahre später zeigt er: Das Spiel mit Silhouetten und Farben hat er längst perfektioniert. 

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Pedro Pascal - Internet-Daddy in Bestform

Pedro Pascal weiß inzwischen ganz genau, was das Internet von ihm will und was sollen wir sagen: Er liefert. Weißes Hemd mit Blume, dazu die mittlerweile legendären „slutty glasses“? Das Netz liebt es. Wir auch. Der glatt rasierte Bart ließ ihn zudem gleich gefühlt zehn Jahre jünger wirken. Wenn Oscar-Looks Meme-Potenzial hätten, wäre Pascal definitiv ganz vorne dabei. 

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Damson Idris - Minimal Farbe!

Während viele Herren weiterhin an Schwarz-Weiß festhalten wie an einem Dresscode aus dem letzten Jahrhundert, brachte Damson Idris endlich einen ganz kleinen Tupfer Farbe ins Spiel. Der „F1“-Darsteller erschien in einem dunkelblauen Sakko in Maxi-Länge mit Fell-Details am Revers - eine Silhouette, die auf dem Oscar-Teppich definitiv herausstach. Dramatisch, modern und vor allem: mutig. Endlich traut sich mal jemand, die Regeln ein bisschen zu biegen. 

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Felix Kammerer - Mut zur Farbe

Auch Felix Kammerer verabschiedete sich vom klassischen Schwarz-Weiß-Smoking. Sein Look: ein brauner Anzug von Saint Laurent, kombiniert mit einem orangefarbenen Hemd und einer Krawatte im gleichen Ton. Ein Farbspiel, das auf dem Red Carpet sofort auffiel und zeigte, dass Eleganz nicht automatisch monochrom sein muss. 

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Die Herrenmode wacht langsam auf

Die gute Nachricht des Abends: Die Zeiten, in denen Männer auf dem Red Carpet ausschließlich aussahen wie bei der Firmen-Weihnachtsfeier, könnten langsam vorbei sein.

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