Die Met Gala 2026 sollte für viele Stars eigentlich wieder das größte Mode-Statement des Jahres werden. Doch ein Look sorgte für den lautesten Aufschrei des Abends: Hollywood-Star Sarah Paulson wurde im Netz regelrecht zerrissen.
Montagabend wurde New York wieder zum globalen Epizentrum der Mode: Die Met Gala 2026 verwandelte das Metropolitan Museum of Art in einen Laufsteg der Superlative. Unter dem Motto „Fashion Is Art“ trafen sich die größten Stars der Welt – zwischen Couture, Konzeptkunst und bewusstem Over-the-top-Inszenierungen.
Doch während viele Promis mit funkelnden Roben, monumentalen Silhouetten und spektakulären Couture-Kreationen auf Nummer sicher gingen, sorgte ein Look für besonders viel Gesprächsstoff – und zwar nicht nur im positiven Sinn.
Met Gala 2026: Großer Shitstorm für Sarah Paulson
Hollywood-Schauspielerin Sarah Paulson erschien auf dem roten Teppich in einem Look, der sofort polarisierte: ein graues, voluminöses Tüllkleid kombiniert mit einem Dollar-Schein als Maske über den Augen.
Während die einen sofort von einem der mutigsten Statements des Abends sprachen, folgte auf Social Media direkt die Gegenbewegung: Vorwürfe von Heuchelei und fehlender Sensibilität dominierten die Kommentare. Denn ausgerechnet auf einer Gala, die für ihre Exklusivität und ihre Nähe zu Superreichen kritisiert wird, eine Botschaft über soziale Ungleichheit zu platzieren, spaltete die Gemüter besonders stark.
Die Vorwürfe:
- „völlig daneben“
- „heuchlerisch“
- „reich sein und selbst den Reichtum kritisieren?“
Ein User brachte den Tenor auf den Punkt: „Großartig, schon wieder eine Millionärin, die uns erklärt, wie blind wir für Reichtum sind.“
Besonders brisant: Die Teilnahme an der Met Gala kostet mittlerweile rund 100.000 Dollar und wurde in diesem Jahr zusätzlich durch die Sponsoring-Rolle von Jeff Bezos und Lauren Sánchez Bezos ohnehin schon kritisch gesehen.
Der Look: „The One Percent“ als Statement
Doch der Look war kein Zufall, sondern ein bewusst gesetztes Konzept. Das Outfit stammte vom Indie-Label Matières Fécales aus der Herbst-2026-Kollektion. Titel des Looks: „The One Percent“ (Die ein Prozent).
Und genau das war die Idee dahinter. Das überdimensionierte Tüllkleid, die übertriebene Silhouette und die theatralische Formensprache wurden bewusst als Karikatur der Superreichen inszeniert. Die Dollar-Maske verstärkte die Botschaft zusätzlich: Geld, das den Blick verstellt.
Kunst oder Heuchelei?
Die Kollektion des Designers spielte mit genau dem Widerspruch, den viele Kritiker bei Paulsons Look anprangern: Eine sehr reiche Schauspielerin kritisiert Reichtum – auf dem teuersten Mode-Event der Welt.
Doch laut Konzept war genau das der Punkt. Nicht außerhalb des Systems zu stehen, sondern sich mitten hinein zu begeben und die Mechanik sichtbar zu machen. Auch stilistisch blieb der Look konsequent im Rahmen des Mottos „Fashion Is Art“: das Zusammenspiel von Körper, Inszenierung und Provokation stand klar im Fokus.
Ob man den Look nun liebt oder hasst, Sarah Paulson lieferte, worum es bei der Met Gala eigentlich geht: Gesprächsstoff. Während ein Teil des Internets den Look als unpassend empfand, feierten andere genau diese Radikalität. Fans lobten die Konsequenz, mit der Paulson das Konzept durchzog und sahen den Look als eines der wenigen echten Statements des Abends.