Tagesgäste

Eintrittsgebühr: Das ändert sich ab April für Venedig-Touristen

Ab April wird es in der Lagunenstadt wieder teurer: Venedig weitet die umstrittene Eintrittsgebühr für Tagesbesucher aus. Wer nicht rechtzeitig bucht, zahlt doppelt. 

Rund 15 Millionen Touristen stürmen jährlich nach Venedig. Um den enormen Andrang in den Griff zu bekommen, setzt die Stadtverwaltung auch 2026 auf das Ticket-System. Ab dem 3. April wird an insgesamt 60 Tagen eine Gebühr fällig – deutlich öfter als im Vorjahr. Betroffen sind alle Tagestouristen – also Besucher, die keine Übernachtung in der historischen Altstadt gebucht haben. 

Termine und Kosten im Überblick

Die Regelung gilt bis einschließlich 26. Juli 2026, jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen 8:30 und 16:00 Uhr. Zusätzlich bittet die Stadt an Fenstertagen und Feiertagen wie dem Ostermontag (6. April) zur Kasse. Der Preis für Frühbucher bleibt stabil bei fünf Euro. Wer jedoch kurzentschlossen erst vier Tage oder kürzer vor der Anreise bucht, muss mit zehn Euro den doppelten Preis bezahlen. Die Bezahlung erfolgt online über das offizielle Portal der Stadt – ohne QR-Code auf dem Handy drohen bei Kontrollen empfindliche Strafen.

Venedig
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Wer von der Gebühr befreit ist

Für die Gebührenpflicht gibt es Ausnahmen: Kinder unter 14 Jahren, Bewohner der Region Venetien sowie Inhaber eines Europäischen Behindertenausweises samt Begleitperson zahlen nichts. Auch wer mindestens eine Nacht in Venedig verbringt, ist von der Zahlung befreit.

Wichtig: Auch befreite Personen müssen sich in den meisten Fällen vorab online registrieren, um einen entsprechenden QR-Code für die Kontrollen zu erhalten.

Venedig
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Venedig kassiert Millionen

Laut einem Bericht von Euronews brachte die Eintrittsgebühr 2025 bereits rund 5,4 Millionen Euro ein. Die Gebühr wurde von 723.497 Besuchern an 54 Gebühren-Tagen bezahlt, fast die Hälfte davon zum teureren Zehn-Euro-Tarif für Spätbucher.

An Spitzentagen lag die Zahl der zahlenden Tagesgäste bei fast 25.000. Das entspricht mehr als der Hälfte der Einwohner der Altstadt und zeigt, wie voll die Lagunenstadt in der Hochsaison werden kann.

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