Hotel-Tipp

Revier Kaprun: Neues Designhotel am Kitzsteinhorn mit „All You Can Sleep“-Konzept

Die Anreise gestaltet sich unkomplizierter als erwartet: Am Bahnhof Zell am See in den Bus, in Kaprun aussteigen und dann sind es nur wenige Gehminuten ins Revier Kaprun. Erst im Dezember 2025 hat das Hotel seine Türen geöffnet, nach einer umfassenden Sanierung und einer Erweiterung.

Lounge-Bereich

Lounge-Bereich

© Revier Kaprun

Moderne Architektur

Architektonisch bildet die Anlage mit ihrer holzvertäfelten Fassade einen auffälligen, aber doch harmonischen Kontrast zu den umstehenden Dorfhäusern – und zum „Hausberg“ von Kaprun, dem das Panorama dominierenden Kitzsteinhorn. Etwas abseits des Ortszentrums gelegen, fern von Durchzugsverkehr und Après-Ski, signalisiert das Revier jungen, urbanen Charme. Dieser setzt sich im Inneren fort: Die Einrichtung ist unverschnörkelt, aber gemütlich, dominiert von Holz sowie Braun- und Ockertönen.

Gemütlich und Durchdacht. Die hellen Zimmer in den beiden Gebäuden sind in erdigen Farben gestaltet. 

Gemütlich und Durchdacht. Die hellen Zimmer in den beiden Gebäuden sind in erdigen Farben gestaltet. 

© Revier Kaprun

Urbaner Charme & unkonventionelles „All You Can Sleep“-Modell 

Das Revier Kaprun mit seinen 92 Zimmern ist nach dem Revier Montafon der zweite Standort der Schweizer Hotelkette in Österreich. Die Preise beginnen bei rund 180 Euro pro Zimmer und Nacht – für Lage und Angebot ein moderates Niveau, wie auch der Vergleich auf gängigen Buchungsplattformen zeigt. Neben klassischer Zimmerbuchung verfolgt die Gruppe ein unkonventionelles Vermarktungskonzept: „All You Can Sleep“. Gegen einen Fixpreis sind während der Saison beliebig viele Kurzaufenthalte in einem oder mehreren Häusern der Gruppe möglich. In der aktuellen Wintersaison kostet diese Flatrate im Revier Kaprun ab 1.999 Euro.

Digitale Abläufe & großzügige Zimmer

Das Check-in ist rasch erledigt, im Hotel braucht es keine Schlüssel, nur Smartphone oder Code: Türen öffnen per Klick. Auch die Tischreservierung für den Abend – „bei uns gerne auch später“ – lässt sich unkompliziert an der Rezeption oder online erledigen. Das Zimmer im Nebengebäude präsentiert sich großzügig und durchdacht, in erdig-warmen Farben gehalten und mit ausreichend Stauraum auch für längere Aufenthalte. Der Badbereich kann mit schweren Vorhängen abgetrennt werden. Besonders prägend ist die großflächige Verglasung: Das Fenster nimmt nahezu die gesamte Wand ein und verleiht dem Balkon beinahe Veranda-Charakter. Öffnet man die Schiebetür, strömen kalte Winterluft und der Duft frischen Holzes herein – ein Moment, der die tiefen Temperaturen schnell vergessen lässt.

Kaprun abseits der Pisten

Ins Dorfzentrum ist es nur ein kurzer Spaziergang. Das Kapruner Skigebiet muss kaum vorgestellt werden, belegt es doch regelmäßig Spitzenplätze in einschlägigen Rankings. Abseits der Pisten stehen mehrere gut präparierte und anfängerfreundliche Langlaufloipen zur Verfügung, von denen rund drei Kilometer abends beleuchtet sind. Eine davon führt bis zum Tauern Spa, wo Erholungssuchende 2.100 m² Wasserfläche, mehrere Saunen und Spa-Einrichtungen vorfinden.

Hotel-Kulinarik & Bar

Abends bietet das Hotelrestaurant eine kompakte Karte mit zeitgenössischen Standards wie Burger-Variationen sowie einem Menü in klassischer oder veganer Ausführung – beides in stimmigem Preis-Leistungs-Verhältnis. In der Bar klingt der Tag bei Cocktails, saisonalen Kreationen oder alkoholfreien Drinks aus. Ungewöhnlich ist die „Bottoms-up“-Zapfanlage, bei der das Bier durch den Boden ins Glas gefüllt wird und so für eine ausgewogene Schaumkrone sorgt.

Hoch über Kaprun

Hoch über Kaprun

© Daniel Stolarski

Gletscher-Ausflug zum „Top of Salzburg“

Am nächsten Morgen liegt zäher Nebel im Tal. Die Hoffnung auf Sonne führt bergwärts: Mit dem Bus geht es zur Talstation der Gletscherbahn. Schon nach den ersten Stützen lichtet sich der Nebel, und in strahlender Wintersonne führt die Fahrt hinauf zum „Top of Salzburg“ auf 3.029 Metern Höhe. Das geschäftige Treiben auf den Pisten setzt sich hier fort, die Aussichtsterrasse mit Selfie-Spot vor der Bergkulisse des SalzburgerLands ist gut besucht. Durch einen 360 Meter langen Stollen mit mehreren Stationen, die über die Geologie und die Erschließung des Horns informieren, gelangt man zum Glocknerblick. Österreichs höchster Berg zeigt sich hier aus einer Perspektive, die sonst nur Alpinisten vorbehalten ist.

Outdoor-Pool im Sommer

Outdoor-Pool im Sommer

© Revier Kaprun

Wellness & Abschied mit Panorama 

Zurück im Hotel lädt ein kompakter Wellnessbereich zum Entspannen ein. Dampfbad, Kräutersauna und finnische Sauna stehen zur Auswahl, letztere zum Zeitpunkt des Besuchs eher moderat temperiert. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fitnessraum sowie im Sommer durch einen Sportpool.
Der Abreisetag beginnt neblig wie der Tag zuvor, plötzlich bricht die Nebeldecke auf, das Kitzsteinhorn zeigt sich noch ein letztes Mal, bevor die Heimreise angetreten wird. Der Aufenthalt im Revier Kaprun erfolgte auf Einladung von Revier Hotels. https://kaprun.revierhotels.com/de/

Verfasst von Daniel Stolarski

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