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WM-Quali

Didi fordert "wenig Respekt" vor Serben

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Teamchef: "Muss sich auch gegen Klasseteams etwas zutrauen".

Österreichs Fußball-Teamchef Dietmar Constantini fordert von seiner Mannschaft am Samstag (20.30 Uhr/live ORF1) im so schweren Auswärtsspiel in Serbien eine couragierte Leistung. "Man muss sich auch gegen Klassemannschaften etwas zutrauen", meinte der Tiroler am Donnerstag im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf. "Wir müssen so wenig Respekt wie möglich haben." Die Serben sind mit zwölf Punkten aus fünf Spielen souveräner Tabellenführer in WM-Quali-Gruppe 7.

Außenseiter
Das ÖFB-Team befindet sich demnach in einer klaren Außenseiterrolle. "Das werden wir auch am Samstag noch sein", versicherte Constantini. Bis dahin will er seine Mannschaft mit schriftlichen Unterlagen und kurzen Videoausschnitten auf den Gegner einstellen. Mit den Trainingsleistungen zeigte sich der ÖFB-Teamchef überaus zufrieden. "Das ändert aber nichts daran, dass wir über uns hinauswachsen müssen, um in Belgrad zu punkten."

Mailands Stankovic im Mittelpunkt
Als Schlüsselspieler der Serben hat de Tiroler Kapitän Dejan Stankovic von Inter Mailand ausgemacht. "Von ihm geht sehr viel aus, er ist eine absolute Respektsperson", erklärte der Trainer. Von einer Manndeckung des Spielmachers will er dennoch absehen. Zu stark sei der Rest des serbischen Teams - vor allem die Flügel Milos Krasic (ZSKA Moskau) und Milan Jovanovic (Standard Lüttich), die schon beim 3:1-Sieg in Wien überragend gewesen waren.

Hexenkessel
Im Roter-Stern-Stadion ("Marakana") erwartet das ÖFB-Team ein mit mehr als 50.000 Besuchern ausverkaufter Hexenkessel. Nervös machen lassen soll sich seine junge Mannschaft (Durchschnittsalter 24,3), die am Freitag in Richtung Belgrad abhebt, davon aber nicht. Die Qualität der Serben sei allerdings jedem einzelnen seiner 23 Kaderspieler bewusst. "Man muss die anderen nicht schlecht reden, um die eigenen stark zu reden", erklärte Constantini.

Aufstellung noch geheim
Bei der Aufstellung hat sich der Teamchef noch nicht festgelegt. Offen ist neben der Tormannfrage auch jene nach einem Anreifer oder zwei Stürmern - schnell oder groß oder beides. Mit Erwin Hoffer, Marc Janko, Stefan Maierhofer und Rubin Okotie steht ein zuletzt treffsicheres Quartett zur Verfügung. "Man muss einen Gegner beschäftigen, sonst beschäftigt er dich", sagte Constantini. Das spräche für eine Offensivtaktik mit Hoffer und Janko.

Gefühlssache
Grundsätzlich will Constantini seine Mannschaft nach dem Erfolgserlebnis gegen Rumänien (2:1 in Klagenfurt) nicht großartig verändern. In der Innenverteidigung ersetzt Rückkehrer Martin Stranzl den verletzten Emanuel Pogatetz, am rechten Flügel Rückkehrer Stefan Lexa den verletzten Marko Arnautovic. "Ich werde sicher nicht alles umdrehen, das mache ich nicht", betonte Constantini, gestand aber, dass eine Aufstellung oft Gefühlssache sei.

Premiere für Scharner
Sein Stammleiberl hat Paul Scharner. Der England-Legionär wird das Team am Samstag in Abwesenheit von Pogatetz erstmals als Kapitän aufs Feld führen. "Das macht mich natürlich stolz", erklärte der 29-Jährige. "Ich werde versuchen, ein wenig Ruhe hineinzubringen." Die Serben bezeichnete er als haushohen Favoriten - auch für die WM-Quali. "Sie haben gegen uns und danach gegen Färöer sechs Punkte eingeplant. Wir können als Außenseiter nur überraschen."

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