Austria: Wohlfahrt will um Lindner kämpfen

Bleibt Keeper länger?

Austria: Wohlfahrt will um Lindner kämpfen

Das Einkaufsprogramm der Veilchen ist abgeschlossen.

Nach dem geplatzten Transfer von Heinz Lindner zu Cordoba muss sich die Austria um eine Personalie weniger sorgen. Der Oberösterreicher bleibt zumindest im Frühjahr Austrias Nummer eins im Frühjahr. "Er hat jetzt wieder Ruhe und die Gewissheit, wo er die nächsten Monate spielen wird, damit kann er sich voll auf seine Leistung konzentrieren und das sollte und muss er auch tun", sagte Baumgartner.

Wohlfahrt hofft auf Lindner-Verbleib
Froh über den Verbleib Lindners war klarerweise auch Wohlfahrt, der den 24-Jährigen in der Vergangenheit auch beim ÖFB-Team unter seinen Fittichen hatte. "Es zeichnet ihn ja aus, dass er den Sprung ins Ausland schaffen und in seiner Entwicklung nicht stehen bleiben will, aber es gibt natürlich auch Momente, wo man diese Ziele vielleicht ein bisschen zurückstellen und sich darauf konzentrieren sollte, was jetzt da ist", meinte der Ex-Stuttgart-Legionär.

Dass der ÖFB-Teamtormann den Favoritnern auch über den Sommer hinaus erhalten bleibt, scheint eher unwahrscheinlich. Wohlfahrt hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben und will in Gesprächen mit Lindner um dessen Verlängerung seines mit Saisonende auslaufenden Vertrages kämpfen. "Ich will ihn nicht verlieren. Er wird im Juli 25, das ist ein super Alter und seine echten Qualitäten kommen erst in drei, vier Jahren", weiß der Ex-Goalie. Ob Lindner bis dahin noch in Violett tätig sein wird, wird sich weisen.

Blutauffrischung war notwendig
Für die Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga haben sich die Wiener nominell gut verstärkt. Mit den Verpflichtungen von Raphael Holzhauser, Philipp Zulechner, Ronivaldo und zuletzt Patrizio Stronati steht das Team fürs Frühjahr. "Wir haben das Einkaufsprogramm abgeschlossen, es wird sich aktiv wahrscheinlich nichts mehr tun", sagte Sportdirektor Franz Wohlfahrt im Trainingslager in Belek.

Die Wiener waren nach dem Abgang von Topstürmer Omer Damari nach Leipzig zum Handeln gezwungen, die Entscheidung für eine starke Blutauffrischung im Kader war aber vor allem eine Folge der Analyse der Herbstsaison. "Die 26 Punkte des Herbstes entsprechen nicht dem Potenzial der Mannschaft. Wir haben deshalb dort, wo wir Bedarf hatten, noch ein bisschen nachgebessert und jetzt sicher eine höhere Qualität im Kader", ist Wohlfahrt überzeugt.

Zeit für Ronivaldo & Stronati
Hohe Erwartungen werden vor allem in die aus Deutschland zurückgekehrten Holzhauser und Zulechner gesetzt. Die Freiburg-Leihgabe Zulechner soll den Abgang von Damari im Angriff vergessen machen, Holzhauser im zentralen Mittelfeld für Stabilität und Akzente sorgen. "Grundlegend ist es so, dass jeder Profi auch Druck standhalten muss, sonst ist er nicht geeignet für die oberste Liga", betonte Wohlfahrt.

Ronivaldo und der tschechische Nachwuchsteamspieler Stronati wurden vor allem auch schon mit Blickrichtung Zukunft geholt. "Roni passt sehr gut zu uns. Bei ihm muss man aber abwarten, wie er die Umstellung von Kapfenberg zu uns verkraftet. Er muss sich noch an das höhere Tempo gewöhnen", will Coach Gerald Baumgartner dem Brasilianer die nötige Zeit geben.

Das gilt auch für Stronati. "Ihn gilt es jetzt einmal zu integrieren und aufzubauen. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, inwieweit er gut genug ist, schon jetzt für die Austria zu spielen", sagte Baumgartner über den 20-Jährigen.

Weitere Abgänge?
Schon in den nächsten Tagen, also bis spätestens Transferschluss Montagmitternacht, wird man wissen, ob die Austria nach den Stürmern Damari, Roman Kienast und Ola Kamara noch Akteure abgibt. Wohlfahrt könnte sich die ein oder andere Leihvariante, wie sie am Mittwoch mit Stürmer Kamara (zu Molde FK) fixiert wurde, für Kicker aus der zweiten Reihe nämlich noch vorstellen. "Da kann noch etwas passieren", sagte der 50-Jährige, der gleich in seinen ersten Arbeitswochen alle Hände voll zu tun hat.

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