Tiroler überwintern nach Sieg über Ried in den Top Sechs

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Tiroler überwintern nach Sieg über Ried in den Top Sechs

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Die WSG Tirol überwintert nach einem 2:0-Heimerfolg über die SV Ried in den Top Sechs. Ein Doppelschlag in der ersten Halbzeit bringt die Herren von Trainer Thomas Silberberger auf Erfolgskurs.

Im letzten Spiel vor der Winterpause hat die WSG Tirol ihren Erfolgslauf prolongiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Silberberger besiegte in der 16. Runde der Fußball-Bundesliga die SV Ried im Innsbrucker Tivoli mit 2:0 (2:0) und holte damit in den fünf Spielen der Rückrunde 13 Zähler. Die Wattener überwintern mit nun 24 Punkten fix über dem Strich in den Top 6. Die Rieder bleiben hingegen mit 13 Zählern mittendrin im Abstiegskampf.

Valentino Müller (36.) und Nik Prelec (38.) stellten mit ihren Treffern die drei Punkte für eiskalt agierende Tiroler sicher. Die WSG hat damit beide Saisonduelle mit dem Team von Trainer Christian Heinle für sich entschieden. Nach der - aufgrund der WM in Katar gleich drei Monate dauernden - Winterpause startet die WSG am zweiten Februar-Wochenende mit einer Auswärtspartie beim WAC, die Innviertler haben daheim ein Kellerduell gegen Hartberg.

Silberberger schickte zum vierten Mal in Folge die gleiche Startelf aufs Feld, er hatte nach dem Erfolgslauf zuletzt auch wenig Grund zum Umstellen. Bei den Riedern gab es im Vergleich zum Heim-2:2 gegen Klagenfurt eine Veränderung, da Kingsley Michael im zentralen Mittelfeld kurzfristig wegen einer Sprunggelenksprellung fehlte. Für ihn spielte Julian Wießmeier. Der zuletzt wegen Disziplinlosigkeit aus der Mannschaft komplimentierte Christoph Monschein saß nach seiner Entschuldigung wieder auf der Bank.

Vergoldeter Herbst für Tiroler

Die Tiroler wollten ihren starken Herbst mit einem Sieg vergolden und das gelang. Zunächst vor allem auf Ballkontrolle bedacht, wartete die Silberberger-Elf auf Fehler der Innviertler. Und die passierten. Ließ Prelec im Konter eine Topchance liegen - Samuel Sahin-Radlinger parierte gegen den Slowenen (24.) -, so erzielte Müller mit Stil die Wattener Führung. Nach einem schlimmen Ballverlust des Rieders Michael Martin am eigenen Strafraum kam das Leder über Umwege zum 23-jährigen Müller, der das Spielgerät aus 20 Metern unter die Latte schlenzte.

Die Gastgeber legten umgehend nach. Müller leitete mit einem weiten Pass auf Thomas Sabitzer einen Konter ein, der vor Sahin-Radlinger die Übersicht behielt und Prelec bediente. Der Stürmer hatte aus fünf Metern wenig Mühe, ins leere Tor einzuschieben. Es war sein sechster Saisontreffer.

In der zweiten Hälfte verpasste Prelec gleich zweimal die frühe Vorentscheidung (54./61.), während auf der anderen Seite Seifedin Chabbi die beste Chance der Oberösterreicher auf den Anschlusstreffer vergab und an WSG-Keeper Ferdinand Oswald scheiterte (55.).

Wenig später musste WSG-Spielmacher Bror Blume nach einem Foul durch den eingewechselten Luca Kronberger verletzt vom Platz (64.). Der Däne hielt sich dabei die Schulter. Die Wattener ließen aber nichts mehr anbrennen, im Gegenteil Philipp Pomer wäre beinahe ein Eigentor unterlaufen, die Stange rettete für den Rieder.

Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): "Das ist natürlich ein Traum-Ergebnis. Bis auf die erste Viertelstunde, da war die Mannschaft nicht scharf genug, da haben wir ein bisserl Probleme mit der Abstimmung gehabt. Danach waren wir voll im Spiel. Wir haben sehr gut gespielt und zwei wunderschöne Tore gemacht und waren dann immer Herr der Lage. In der zweiten Halbzeit haben wir es verabsäumt, fertig zu spielen und den Deckel draufzumachen."

Christian Heinle (Ried-Coach): "Ich denke, dass wir gut ins Spiel gekommen sind. Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir am Beginn nicht so schlecht umgesetzt. Aber mit Fortdauer des Spiels hat die WSG die Oberhand über das Spiel übernommen. Wenn du mit den ersten zwei Chancen binnen einer Minute 0:2 hinten bist und zwar mit richtig dummen Eigenfehlern, dann ist das sehr bitter. Danach hätten wir noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen. Tirol ist derzeit um die zwei Tore besser als wir."

Nik Prelec (WSG-Torschütze): "Wir sterben auf dem Platz füreinander, das ist das Wichtigste. Wir haben natürlich auch viel Qualität im Team. Niemand hat das vor der Saison von uns erwartet, aber das ist natürlich dann das Beste. Wir sind glücklich, in den Top 6 zu überwintern."

Fußball-Bundesliga (16. Runde):

WSG Tirol - SV Ried 2:0 (2:0)

Innsbruck, Tivoli-Stadion, 2.130 Zuschauer, SR Spurny

Tore: 1:0 (36.) Müller, 2:0 (38.) Prelec

WSG: Oswald - Ranacher (64. Rinaldi), Bacher, Behounek, Schulz - Sulzbacher (88. Naschberger), Müller, Blume (64. Rogelj) - Ogrinec (67. Okungbowa) - Prelec (88. Forst), Sabitzer

Ried: Sahin-Radlinger - Gragger (72. Cosgun), Turi, Plavotic - Wießmeier (59. Kronberger), Ungar, Martin, Pomer - Nutz (88. Kragl), Chabbi, Mikic (72. Monschein)

Gelbe Karten: Behounek bzw. Martin

Die Besten: Müller, Bacher, Sulzbacher, Sabitzer bzw. Mikic

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