Hans Krankl, Toni Polster, Frenkie Schinkels und Andreas Ulmer

Polster, Schinkels und Krankl vor Saisonstart

Unsere Experten tippen die Liga

So tippen die oe24-Experten Schinkels, Krankl & Polster das Titelrennen.

Neues Jahr, neues Glück? Mit diesem Leitspruch starten heuer einmal mehr die Bullen-Verfolger in die neue Bundesliga-Saison. Denn nach 8 Titeln in Folge sind sich die ÖSTERREICH-Experten Frenkie Schinkels, Hans Krankl und Toni Polster einig: Salzburg bleibt der große Gejagte. Auch der x-te Umbruch tut der Favoritenrolle der Mozartstädter keinen Abbruch.

Das Trio gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass doch einmal wieder ein anderer Klub für eine Überraschung sorgen könnte. Zuletzt gelang es 2013 der Austria, Salzburg den Meistertitel zu entreißen. Ob die Violetten nach zwei Seuchenjahren diesmal wieder vorne mitmischen? „Man muss abwarten“, sagt Krankl, der auf Sturm und den LASK sowie ­allen voran Rapid hofft.

Schinkels: »Titel geht nur über Salzburg«

Umbruch hin oder her – der Titel wird auch heuer nur über Salzburg gehen. Jede Saison glauben wir, dass die Abgänge nicht zu ersetzen sind und werden von den Bullen eines Besseren belehrt. Logisch, das Team wird sich auch heuer erst finden müssen, ab der Winterpause marschieren die Salzburger aber durch und setzten sich zum neunten Mal in Folge auf den Liga-Thron. Es sei denn, Rapid oder Sturm erwischen eine Traum-Saison. Wenn jemand die Salzburger stoppen kann, dann ist das eines dieser beiden Teams. Die Wiener sind unheimlich lauf- und kampfstark. Dreht man auch spielerisch an den richtigen Schrauben, dann ist die Sensation drin. Ilzer hat bei Sturm eine sehr stabile Mannschaft aufgebaut.

In Graz wird im Hintergrund still und leise an der großen Überraschung gearbeitet. Wahrscheinlicher ist natürlich der zweite oder dritte Platz. ABER: Der Fußball schreibt seine eigenen Geschichten. Heuer ja vielleicht das Sturm- oder Rapid-Märchen.

Krankl: »Rapid muss die Schere schließen«

Realistisch betrachtet bleibt alles beim Alten, Salzburg ist der große Favorit. Daran ändert auch der erneute Umbruch nichts. Schon beim Abgang von Jonatan Soriano 2017 habe ich geglaubt, jetzt ist alles aus. Aber die Bullen haben stets gut nachgerüstet, so auch heuer.

Aber ich hoffe, dass es die Verfolger spannend machen. Rapid muss immer um den Meistertitel spielen und sich bemühen, die Schere zu Salzburg weiter zu schließen. Letzte Saison ist das einige Zeit gelungen, am Ende waren aber wieder 15 Punkte Abstand. Auch von Sturm und dem LASK erwarte ich mir viel. Die Linzer waren eine Zeit lang eine echte Herausforderung für die Bullen, zuletzt aber enttäuschend. Es kann also nur aufwärts gehen. Wichtig wird sein, von Anfang an voll dabei zu sein. Auch Salzburg leistet sich immer wieder Ausrutscher. Die müssen Rapid & Co. endlich einmal nutzen.

Polster: »Es wird heuer eng für Salzburg«

Logisch, der Favorit auf den Meistertitel heißt auch heuer Salzburg. Ich glaube aber, dass es bedeutend enger zur Sache gehen wird als die letzten Jahre. Die Bullen haben einen großen Umbruch hinter sich, einige der besten Spieler sind weg. So etwas immer aufs Neue zu bewältigen ist schwierig. Irgendwann muss auch der ­Serienmeister Tribut zollen. Dazu hat Trainer Matthias Jaissle kaum Erfahrung im Profigeschäft. Klar, die Bedingungen in Salzburg sind fantastisch. Eigentlich ist man zum Erfolg verdammt. Ich glaube aber, dass die Konkurrenz einen Schritt nach vorne gemacht hat – vor allem Rapid. Läuft alles rund, können die Hütteldorfer in den Titelkampf eingreifen. Auch Sturm und der LASK werden in dieser Saison eine bedeutende Rolle spielen. Dass es für ganz vorne reicht, denke ich aber nicht.