Mehmedi

Von Zuständen geschockt

Bundesliga-Star schenkt armer Familie ein Haus

Was für eine Geste! Schweizer zeigt Herz und hilft in Mazedonien.

Admir Mehmedi ist Fußball-Profi. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht - und verdient damit seine Brötchen. Ihn plagen keinerlei Zukunftssorgen. Anders sieht die Realität in Padalisht, einem Dorf in Mazedonien, aus. Dort lebte der Vater des Schweizers bis 1983.

Regelmäßig kehrt Mehmedi für kurze Zeit zurück zu seinen Wurzeln. Sein Besuch vor einem halben Jahr hinterließ Spuren: Damals lernte er Familie Mustafi kennen, die in Armut lebt. "Es war ein Stich ins Herz", erzählt der Stürmer von Bayer Leverkusen (im Bild rechts) dem "Blick".

Sechs Personen, Großeltern, Kinder und Enkel, teilen sich in einem baufälligen Haus zwei Betten. Küche sowie Bad? Fehlanzeige! Mehmedi war danach geschockt: "Es hat reingeschneit und reingeregnet. Es hat mich tief berührt." Er entschied sich zu helfen, ein Haus zu bauen und der Familie zu schenken.

"Die Sache ist sehr privat"

Sein Vater, einst Direktor einer Holzfirma, überwacht vor Ort die Bauarbeiten. Was sie kosten, behält Mehmedi, der als Dreijähriger in die Schweiz kam, für sich: "Sie wissen ja, ein Haus zu bauen, ist nicht billig. Ich schätze, was ich habe. Und ich will, dass es den Mitmenschen auch gut geht."

Als Wohltäter möchte er nicht dastehen. Zur "Bild" sagt er: "Mir wäre lieber gewesen, wenn das gar nicht an die Öffentlichkeit gelangt wäre. Die Sache ist sehr privat." In der Winterpause möchte er die Familie in ihrem neuen Haus besuchen.