Jahr ohne Titel?

Nachfolger steht fest: Slot muss Liverpool verlassen

Nach der Cup-Blamage gegen Manchester City neigt sich die Zeit von Arne Slot beim FC Liverpool dem Ende zu.

Vor gut zwei Jahren wurde Arne Slot als Nachfolger von Jürgen Klopp an der Anfield Road beim FC Liverpool bekannt. Als der deutsche Erfolgs-Trainer seine Ära bei den "Reds" beendete, stimmte er selbst noch Sprechchöre für seinen niederländischen Nachfolger an. Im ersten Jahr holte man auch ohne große Transfers gleich den Titel in der Premier League.

Im Sommer verstärkte man sich mit Stars wie Alexander Isak, Florian Wirtz oder Hugo Ekitike um kolportierte 483 Millionen Euro. Doch der Erfolg blieb aus. Die neuen Superstars fanden, mit Ausnahme von Ekitike, bislang nicht zu ihrer Top-Form, die Kritik wächst zunehmend.

Hinzu kam, dass die Beziehung zwischen Vereinslegende Mohamed Salah und dem Coach zunehmend schlechter wurde. Der Ägypter verlässt den Verein mit Saisonende auf jeden Fall, doch möglicherweise muss auch Slot seinen Platz räumen.

Angst vor ManU-Schicksal

Liverpool-Ikone Jamie Carragher sprach in seiner Kolumne im "The Telegraph" Klartext und fürchtet, dass sein Stammverein nach der erfolgreichen Klopp-Ära genauso absteigen wird, wie die Erzrivalen von Manchester United nach dem Abschied von Sir Alex Ferguson.

Doch im Fall von Slot ist es noch schlimmer. Mit der Mannschaft, die noch Klopp aufgebaut hatte, wurde der Erfolgslauf fortgesetzt, im ersten Jahr mit seinen teuren Wunsch-Transfers folgte der Absturz. In der Liga droht sogar das Verpassen der Champions-League-Plätze, im FA-Cup-Viertelfinale setzte es die krachende Pleite gegen Manchester City.

Einzig ein Sieg in der Champions League könnte Slot noch den Job retten, dort trifft man aber nächste Woche ausgerechnet auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Die Zeit des Niederländers dürfte gezählt sein. Vor allem hat man sich hinter den Kulissen bereits auf einen Nachfolger verständigt. Nachdem Manchester City weiterhin versucht, Enzo Maresca als möglichen Nachfolger von Pep Guardiola zu erhalten, ist die Entscheidung an der Anfield Road bereits gefallen.

Entscheidung ist gefallen

Die Bosse müssen nun allerdings schnell handeln, sollte der Liga-Rivale aus Manchester nämlich das Unvorstellbare machen und Vincent Kompany (oe24 berichtete) vom FC Bayern weglocken, würde der auserkorene Wunschkandidat plötzlich auch beim deutschen Rekordmeister eine der heißesten Aktien sein.

Alonso Wirtz Frimpong
© Getty

Die Rede ist von Xabi Alonso, der seit seinem Aus bei Real Madrid im Jänner wieder am Markt ist. Bei Manchester City wurde er zwar auch gehandelt, doch die Bosse dürften dem Spanier nicht das nötige Vertrauen schenken. Die Verantwortlichen in Liverpool hingegen wollen lieber früher als später den Deal mit Alonso klar machen. Bereits als Spieler holte er 2005 mit den "Reds" den Champions-League-Titel. Die Fans wären von der Verpflichtung trotz des unrühmlichen Abgangs aus Madrid begeistert.

Sollte man sich schon vorzeitig für einen Trainer-Wechsel entscheiden, würde man ein mögliches Wettbieten um den Wunschkandidaten vermeiden und früh genug die Planungen für die nächste Saison beginnen können.

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