ÖFB lässt Didi bis Quali-Ende arbeiten

Nationalteam-Krise

ÖFB lässt Didi bis Quali-Ende arbeiten

ÖFB-Präsidium will erst im Oktober Bilanz ziehen und dann über Zukunft entscheiden.

VOTING: SOLL CONSTANTINI ALS TEAMCHEF GEHEN?

Der Österreichische Fußball-Bund ( ÖFB ) entscheidet erst nach Abschluss der laufenden EM-Qualifikation im Oktober über die Zukunft von Teamchef Dietmar Constantini . Das hat ÖFB-Präsident Leo Windtner nach einer Präsidiumssitzung am Donnerstag in Pörtschach neuerlich betont. Constantinis Vertrag läuft bis Jahresende, im Test gegen die Slowakei (1:2) kassierte das ÖFB-Team am Mittwoch allerdings seine sechste Niederlage in sieben Spielen.

MITREDEN: WAS SAGEN SIE ZU CONSTANTINI?

EM-Quali geht Anfang September weiter
In drei Wochen geht es in Deutschland (2. September) und zu Hause gegen die Türkei (6. September) um die letzte Mini-Chance auf eine EM-Teilnahme. Der ÖFB will mit einer Zukunftsentscheidung auf dem Personalsektor aber auch die beiden abschließenden Quali-Spiele am 7. Oktober in Aserbaidschan und am 11. Oktober in Kasachstan abwarten.

Bilanz im Oktober
"Nach diesen Begegnungen werden wir Bilanz ziehen und die Situation analysieren", erklärte Windtner. "In weiterer Folge werden wir die Entscheidung treffen, ob die Zusammenarbeit mit Teamchef Constantini prolongiert wird", sagte Windtner. Diesen Beschluss habe das Präsidium, das höchste Gremium des ÖFB, in seiner Sitzung im Parkhotel Pörtschach einstimmig gefällt.

Didis negative Bilanz
Constantini ist seit März 2009 im Amt. Von 21 Spielen hat der 56-jährige Tiroler sieben gewonnen und zwölf verloren. Präsidiumsmitglieder sind neben Windtner die neun Präsidenten der Landesverbände sowie als Vertreter der Bundesliga deren Präsident Hans Rinner, Aufsichtsratschef Markus Kraetschmer und Vizepräsident Gerhard Stocker. Dazu kommen ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, ÖFB-Rechtsdirektor Thomas Hollerer und Bundesliga-Vorstand Georg Pangl als Vertreter ohne Stimmrecht.

Bewerbung um U21-EM 2015
In seiner Quartalssitzung am Wörthersee beschloss das Präsidium außerdem die Bewerbung um die Ausrichtung der U21-EM 2015. Die Europameisterschaft, für die sich der ÖFB bisher noch nie qualifiziert hat, wäre das erste Fußball-Großereignis in der Alpenrepublik seit der EM 2008. Schon im Jahr davor war in Oberösterreich die U19-EM ausgetragen worden.

Die nächste U21-EM findet 2013 in Israel statt, das Turnier zwei Jahre später dürfte auch als Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro dienen. Einer der bereits feststehenden Gegenkandidaten Österreichs ist Bulgarien. Der ÖFB hatte für 2015 ursprünglich auch über die Ausrichtung der alle vier Jahre stattfindenden U20-WM nachgedacht.