Bullen-Boss 
fordert Fahrer-Titel

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Bullen-Boss 
fordert Fahrer-Titel

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Möglich, dass wir die knappste Entscheidung aller Zeiten erleben werden.

Nach dem Gewinn der Konstrukteurs-WM meldet sich Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz in Autosport zu Wort. Jetzt fordert er auch den Fahrer-WM-Titel. Mateschitz: „Wir haben bisher nur 50 Prozent unseres Ziels erreicht. Die anderen 50 Prozent kommen hoffentlich am Sonntag. Dann wissen wir, ob wir wirklich erfolgreich waren oder nicht.“

Doch der Oberbulle bleibt bei seiner Linie: Er will, dass Webber oder Vettel sportlich und nicht durch Strategie-Schummelei gewinnen: „Die ganze Welt hat Ferrari nach Hockenheim verdammt. Und jetzt sind wir die Idioten, weil wir eben nicht so handeln.“

Ohne Ferrari-Stallorder wäre Alonso nur 1 Punkt vorne
Zur Erinnerung: Ferrari-Star Fernando Alonso hat nur deshalb acht Punkte Vorsprung auf Mark Webber (Red Bull) weil er in Hockenheim den Sieg dank Ferrari-Stallorder geschenkt bekam. Sonst würde Webber nur einen Punkt hinter dem Spanier liegen und müsste am Sonntag nur vor ihm ins Ziel kommen. So darf sich allerdings auch Red-Bull-Team-Liebling Sebastian Vettel noch berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Voraussetzung: Er fährt wie vergangenen Sonntag in Sao Paulo in einer eigenen Liga und gewinnt vor seinem Teamkollegen Webber. „Das ist durchaus realistisch“, glaubt ORF-Experte Alexander Wurz. „Denn Abu Dhabi kommt Red Bull noch mehr entgegen als der Kurs in Sao Paulo, und Vettel kann Webber schon im Qualifying ein, zwei Zehntel abnehmen.“

Kuriose Variante: Webber, Vettel, Alonso punktegleich
Damit wird eine kuriose Variante durchaus realistisch: Bei einem Sieg von Vettel vor Webber und Platz fünf von Alonso hätten alle WM-Kandidaten 256 Punkte. Dann entscheidet die Zahl der Siege, bei der Vettel und Alonso (je 5) voran liegen. Auch die 2. (je 2) und 3. Plätze (je 3) brächten keine Entscheidung. Tatsächlich würden drei 4. Plätze zugunsten von Sebastian Vettel entscheiden. Verrückt. Wurz: „Aber nach dem, was wir vor zwei Jahren erlebt haben (s. Interview), würde ich sogar das nicht ausschließen.“

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