Nach dem fast sicheren WM-Titel im Vorjahr droht McLaren-Star Oscar Piastri nun, das Team sogar zu verlassen.
Bis zum Grand Prix von Italien am 7. September sah alles danach aus, als würde Oscar Piastri im McLaren zu seinem ersten Titelgewinn in der Formel 1 fahren. Doch dann ging alles bergab, McLaren bremste sich selbst aus, Teamkollege Lando Norris übernahm die Führung und am Ende landete der Australier in der Fahrerwertung hinter Max Verstappen sogar nur auf Platz 3.
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Auch der Auftakt in die neue Saison mit der Reglement-Änderung verlief nicht nach Wunsch. Beim Heimrennen in Melbourne und bei der zweiten Station in China konnte der McLaren des Australiers nicht an den Start gehen. In Suzuka gab es zuletzt mit Platz zwei allerdings wieder ein klein wenig Hoffnung.
Immerhin konnte man bei McLaren nach dem Grand Prix von Japan etwas aufatmen und wieder um die Spitzenpositionen mitfahren. Aston Martin und vor allem Red Bull haben allerdings immer noch Probleme und hadern immer noch mit der Fahrbarkeit des Autos.
McLaren-Boss selbstkritisch
Dennoch dürfte die Stimmung innerhalb des Teams schon längst gekippt sein. Aussagen von F1-Expertin Julianne Cerasoli im Pit Pass F1-Podcast sorgen nun für noch mehr Brisanz. Ihr zufolge soll Teamchef Andrea Stella selbst Fehler eingestanden haben.
Der Italiener meint, dass er nun "versteht, dass er Oscar viel mehr Unterstützung bieten muss". Er soll sogar zugegeben haben, dass der 25-jährige Australier unbewusst gegenüber Norris benachteiligt wurde. Die sogenannten "Papaya Rules" haben demnach nicht nach Wunsch funktioniert.
Am Ende sollen kleine Details den Unterschied zugunsten des Briten ausgemacht haben. Stella: "Das hat für viel Unruhe innerhalb des Teams gesorgt." Ihm ist auch bewusst, dass die Spannungen bleiben werden und wenn sich nichts ändert, Piastri das Team verlassen könnte.
Piastri vor Abgang?
Aussagen, die zeigen, dass man bei McLaren in Alarmbereitschaft ist. Bereits letztes Jahr gab es Gerüchte, dass der Australier mit einem Wechsel zu Red Bull liebäugelt. Einerseits ist sein Berater Mark Webber ein ehemaliger Bullen-Pilot, der immer noch gute Kontakte zum österreichischen Rennstall hat. Andererseits kursieren immer wieder Bilder des jungen Piastri vor einem Red-Bull-Boliden. Noch dazu hat der österreichische Rennstall eine Australien-Tradition. Nach Webber war auch Fan-Liebling Daniel Ricciardo lange Zeit für die Bullen am Steuer.
Sollte Superstar Max Verstappen seine Drohung wahr machen und seine Karriere tatsächlich vorzeitig beenden, könnte Piastri als unangefochtene Nummer 1 tatsächlich eine willkommene Option bei Red Bull sein. Denn aus dem eigenen Junioren-Programm drängt derzeit noch kein Pilot an die Spitze, wie es einst Sebastian Vettel oder Verstappen getan hatten.