Saudi-Arabien wollte trotz des aktuellen Krieges im Nahen Osten das Formel-1-Rennen in Dschidda austragen. Sie sollen sogar der FIA angeboten haben, ein Raketenabwehrsystem zur Verfügung zu stellen.
Während dem Großen Preis von China verkündete die FIA, dass die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt sind. Durch den aktuellen Krieg im Nahen Osten sei eine sichere Durchführung der beiden Rennen in den kommenden Wochen nicht möglich.
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Diese Entscheidung soll laut der "Sport Bild" besonders einem nicht gefallen haben: Saudi-Arabien. Sie sollen der Formel 1 "ein spezielles Raketenabwehrsystem für den Jeddah Corniche Circuit in Aussicht gestellt" haben. Trotzdem hat sich die FIA dagegen entschieden und sagte den Grand Prix ab.
Sicherheit auf erster Stelle
Der FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem erklärte bei der Verkündung die Gründe für die Absage: "Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und unserer Kollegen stets an erste Stelle setzen."
Der Präsident setzte fort: "Nach sorgfältiger Abwägung haben wir diese Entscheidung getroffen, wobei wir uns dieser Verantwortung voll und ganz bewusst waren."
Raketenangriff bedrohte Formel-1-Rennen
In Dschidda sorgte schon einmal ein Raketenangriff bei einem F1-Wochenende. 2022 griffen Huthi-Rebellen während des ersten freien Trainings eine Fabrikanlage des Mineralölkonzerns Aramco an.
Damals wurde lange über eine Absage diskutiert. Doch die Verantwortlichen entschieden dagegen und setzten das F1-Wochenende wie gewohnt fort. Vier Jahre später sagt die Formel 1 den Grand Prix schon vorher ab.
Durch die Absage bekommen die Teams nun fünf Wochen Pause. Nach dem Großen Preis von Japan in Suzuka (29. März) müssen die Fans bis zum 3. Mai warten. Dann geht es zum Großen Preis von Miami in den USA.