Bei Audi fliegen in der Formel 1 offenbar die Fetzen: Teamchef Jonathan Wheatley steht laut "Autosport" vor einem Wechsel zu Aston Martin. In der Doppelspitze des Rennstalls soll es kriseln.
Der Start in die erste Formel-1-Saison verlief für Audi eigentlich souverän, doch hinter den Kulissen brodelt es offenbar gewaltig. Am Freitag steht ein entscheidendes Gespräch zwischen Audi-CEO Gernot Döllner und seinem Teamchef Jonathan Wheatley an. Grund für die Aufregung sind Berichte, wonach der Brite kurz vor einem Wechsel zum direkten Konkurrenten Aston Martin stehen soll. Für den James-Bond-Rennstall wäre Wheatley ein wichtiger Baustein, um Technik-Genie Adrian Newey zu entlasten.
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Wheatley bildet bei den Ingolstädtern aktuell eine Doppelspitze mit Projektleiter Mattia Binotto. Während Wheatley an der Rennstrecke die Verantwortung trägt, leitet Binotto die Entwicklung. Doch genau hier liegt das Problem: Die beiden sollen sich bei gewissen Themen immer wieder uneinig sein. Auch Audi-CEO Gernot Döllner hält diese Konstellation zwar für arbeitsfähig, sieht in ihr aber offenbar nicht die Idealbesetzung, berichtet "Bild".
Rückkehr in die Heimat
Ein Wechsel zu Aston Martin hätte für Wheatley auch private Gründe. Seine Familie sehne sich laut "Bild"-Bericht nach einer Rückkehr in die Heimat England. In Silverstone könnte er zudem die alleinige Führung übernehmen.
Ganz so einfach dürfte der Absprung allerdings nicht werden. Wheatley besitzt bei Audi einen laufenden Vertrag. Selbst bei einer Einigung droht ihm eine vorübergehende Arbeitssperre, um einen möglichen Transfer von Technik-Geheimnissen zur Konkurrenz zu verhindern. Für Aston Martin, das derzeit das schlechteste Team im Feld ist, wäre Wheatley dennoch ein echter Hoffnungsträger, damit sich Adrian Newey wieder voll auf die Fahrzeugentwicklung konzentrieren kann.